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Wermelskirchen
Waldbrandgefahr ist noch nicht gebannt

So verhalten Sie sich bei einem  Waldbrand richtig
So verhalten Sie sich bei einem Waldbrand richtig FOTO: dpa, Dr. Sven Hoppe
Wermelskirchen. Wermelskirchen hat aktuell die Waldbrandstufe 3. Rauchen im Wald ist im Sommer strafbar. Von Udo Teifel und Joachim Rüttgen

Ob Gärten, Wiesen oder Waldboden - in Wermelskirchen ist es überall knüppeltrocken. Auch nach den teils heftigen Gewittern der vergangenen Tage. "Es hat einfach zu wenig geregnet. Und was runterkam, ist anscheinend gleich verdunstet. Die Grasnarben sind jedenfalls staubtrocken. Das ist gefährlich", sagt Ingo Mueller, stellvertretender Stadtbrandmeister in Wermelskirchen. Fürs Stadtgebiet galt bis gestern Morgen Waldbrandstufe 4 - inzwischen liegt sie bei 3. Stufe 5 ist die Höchste.

Waldbrandstufe 4 besteht seit einer Woche - daran änderte auch der zeitweilige Regenfall am Wochenende nichts. In diesem Jahr musste die Feuerwehr noch nicht ausrücken - bis auf einen kleinen Heckenbrand. Dabei hat Müller den Großbrand vom vorigen Jahr noch in Erinnerung: Aus einer kleinen brennenden Fläche entwickelte sich ein Waldgroßbrand, der die Feuerwehr mehrere Tage beschäftigte. Und: Dabei hatte sich eine Feuerwalze entwickelt, die fast Feuerwehrmänner eingeschlossen hätte. Mueller wie auch die Förster gehen davon aus, dass sich die Situation in den Wäldern schnell wieder verschärfen könne. Tobias Kreckel vom Regionalforstamt Bergisches Land, zuständig auch für Wermelskirchen: "Vereinzelter Regen in Schauern verdunstet sofort in den Kronen der Bäume und kommt gar nicht im Boden an. Da müsste es mindestens einen kompletten Tag durchregnen." Wer sich da in Sicherheit wäge, irre sich gewaltig. Zwei Tage Sonne - und die Waldbrandgefahr steige wieder signifikant.

Auch Mueller warnt: Die Gefahren seien nicht zu unterschätzen. Er erinnert noch einmal daran, kein Glas wegzuwerfen oder Scherben im Wald oder Wiesenrand liegenzulassen. Wer von März bis Oktober im Wald raucht, riskiert eine Strafanzeige. Auch das Parken mit Autos auf Wiesen könnte schwerwiegende Folgen haben: Die heißen Katalysatoren entzünden schnell mal das trockene Gras. Auch sollte in diesen Wochen auf ein Lagerfeuer verzichtet werden - schon der Funkenschlag könnte eine Katastrophe auslösen.

Wer sich im Detail über die aktuelle Situation in den Wäldern informieren möchte, hat dazu im Internet auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Möglichkeit. Unter www.dwd.de/waldbrandstufe wird die Gefahr durch einen Index regelmäßig aktuell dargestellt - inklusive Prognose. Über mögliche Unwetter, die über das Bergische Land ziehen könnten, informiert die Seite www.unwetterzentrale.de.

Quelle: RP
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