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Wermelskirchen
Wechselbäder sollen ab morgen vorbei sein

Wermelskirchen: Wechselbäder sollen ab morgen vorbei sein
Badleiter Achim Hagenbücher zeigt eine der neuen Duschpaneelen (ohne Duschkopf), die heute in den Damen- und Herrenduschen angebracht werden. FOTO: Michael Schütz
Wermelskirchen. Neue Duschpaneelen sollen nach einem Jahr die Probleme in den Duschen des Hallenbades lösen. Über die Zukunft wird frühestens 2017 öffentlich diskutiert. Zurzeit werden noch Fakten gesammelt. Von Udo Teifel

Es ist der letzte, etwa 20.000 Euro teure Versuch im Quellenbad, die Wassertemperatur der Duschen in den Griff zu bekommen. Gestern montierten die Mitarbeiter der Firma Hecke aus Remscheid die alten Armaturen in den Damen- und Herrenduschen ab, heute werden die neuen montiert: Duschpaneelen mit eingebautem Thermostat. Badleiter Achim Hagenbücher ist zuversichtlich, dass nun die Zeiten der Temperaturschwankungen zwischen eiskalt und kochend heiß ein Ende haben. Morgen können die Besucher dann die neuen Duschen testen.

Seit August 2015 funktionieren die Duschen im Hallenbad nicht ordnungsgemäß. Immer wieder beschwerten sich Badbesucher über die Wechselbäder. Warum die Wassertemperatur so schwankt, hat die Stadt bisher bis heute nicht feststellen können. Ein Fehler in einer Sicherheitsarmatur war im vergangenen Jahr bereits entdeckt und behoben worden. Doch der Fehler ist wieder aufgetreten. Inzwischen vermutet man, dass einfach die Rückstauventile verschlissen sind. Hagenbücher: "Wir haben bei unseren alljährlichen Revisionszeiten bestimmt jeweils eineinhalb Wochen damit verbracht, die Ventile auseinander zu schrauben, die Dichtungssätze auszuwechseln und wieder einzubauen. Nach vier bis fünf Wochen waren sie wieder kaputt."

Jetzt geht die Stadt einen anderen Weg: Es werden moderne Duschpaneelen auf die Kacheln gesetzt. Gestern wurden die alten Armaturen abgebaut, die Löcher werden mit einer Edelstahlplatte verschlossen. Der Vorteil dieser Armatur: Es ist ein Temperaturthermostat eingebaut. Bis 40 Grad Celsius kann das Wasser manuell geregelt werden. Außerdem hat jede Duschpaneele eine sogenannte Selbstschluss-Armatur - das Wasser muss nicht mehr abgestellt werden.

Abgebaut wurden 40 Dusch-Armaturen - 20 in jedem Bereich. Es werden aber nur je zehn Duschpaneelen bei Herren und Damen montiert.

Eine Entscheidung, wie es mit dem Hallenbad am Quellenweg weitergehen soll, fällt frühestens Anfang 2017. Dann dürfte sich erstmals der Fachausschuss wohl damit beschäftigen. Eigentlich sollte nämlich übernächste Woche der Arbeitskreis Bäder tagen - der wurde vertagt auf einen Termin nach den Sommerferien. Andreas Voß von der Stadtverwaltung: "Wir haben unsere Grundlagenbeschaffung noch nicht abgeschlossen." Die Deutsche Gesellschaft für Bäderwesen soll den Wermelskirchener Fachgremien diverse Varianten ausarbeiten - für Neubau und Umbau. Nun müssen aber erst noch Daten für zum Beispiel die Flächenbedarfsanalyse und Badstundenbedarfsanalyse ermittelt werden. "Erst dann kann man sich auf Mindeststandards festlegen", sagt Voß. Gerade das Raumprogramm hat auch Auswirkungen auf den (Bau-)Preis.

Ob der Arbeitskreis - er tagt nicht öffentlich - überhaupt noch in diesem Jahr zu einer Empfehlung kommt, ist derzeit offen. Erst danach geht es in den Fachausschuss. "Wir sammeln jetzt erst einmal alles an Informationen. Erst dann können die Politiker sagen, wohin die Reise überhaupt geht." Das gelte vor allem für die möglichen Standorte - der Eifgen-Tennenplatz wird immer noch favorisiert, obwohl ja der Stadtrat dort einen Kunstrasenplatz hinhaben möchte. Auch die Realschule gilt als möglicher Standort.

Quelle: RP
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