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Wermelskirchen
Weniger Parkplätze - keine Wohnungen

Wermelskirchen: Weniger Parkplätze - keine Wohnungen
So wird die Gebäudefront auf dem Loches-Platz aussehen. Ebenerdig zugängig sind Discounter und Lebensmittelmarkt. FOTO: Volksbank Rhein-Lahn-Limburg
Wermelskirchen. Der Investor des neuen Loches-Platzes, die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg, steht kurz vor der Unterzeichnung mit den Hauptmietern. Die aktuelle Planung geht von einer reduzierten Zahl von Stellplätzen aus - dafür gibt es breitere Fahrgassen und Stellflächen. Von Udo Teifel

Die Politiker schauten entsetzt drein, als ihnen Architekt Pascal Hilb eröffnete, dass es 26 Parkplätze weniger auf dem neuen Loches-Platz geben werde. 190 sind eingeplant - in der Tiefgarage 100 und oben auf dem Platz 90. Das ist der neueste Stand der Planung, die als Anlage Teil des Kaufvertrages zwischen Stadt und Investor, der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg, sein wird. Laut Investor stehen die Vertragsunterzeichnungen mit den Hauptmietern, eben Lebensmittelmarkt und Discounter, kurz bevor.

Die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg hatte mit dem Entwurf des Architektenbüros Graf + Graf aus Montabaur den Wettbewerb gewonnen. Jetzt präsentierte Architekt Hilb erstmals dem Fachausschuss die aktuelle Fachplanung auf Grundlage der Wettbewerbs-Präsentation. Und dabei nannte er auch einige Änderungen.

Die Glasfronten bleiben, wie man bereits bei der Visualisierung sehen konnte. Die Kuben haben sich jedoch leicht verschoben und sind der komplexen Geländesituation angepasst worden. Die Nutzung hat sich nicht geändert: Im Erdgeschoss Handel, in den beiden Obergeschossen Wohnen und eine andere Nutzung. Der Lebensmittelmarkt nimmt im Erdgeschoss etwa 2000 Quadratmeter plus Lagerfläche ein; ihm gegenüber der Discounter mit 900 Quadratmetern plus Lagerfläche. Zwischen diesen beiden Gebäudekomplexen ist Platz für eine Bäckerei oder einen Asia-Imbiss. Genaueres steht noch nicht fest. Favorisiert wird derzeit laut Hilb ein Getränkemarkt. Eine Shopfläche ist noch frei. Im Gespräch ist ein Sanitärmarkt.

Die Fläche vor dem Gebäudekomplex ist für Stellplätze vorgesehen - 90 an der Zahl. Weniger als bei der Vorstellung des Investors im Frühjahr, sagte Hilb. Aber: Es gibt breitere Fahrgassen. Die geplante Verlegung der heutigen Fußgängerampel über den Brückenweg wird zurückgenommen: Sie bleibt erhalten. Dafür gibt es eine zweite Aus- und Einfahrt für die Tiefgarage. Die Lkw-Zufahrt wird, parallel zur Dellmannstraße, hinter dem Komplex einspurig.

Das erste Obergeschoss ist für betreutes Wohnen vorgesehen. Fünf Zimmer und Gemeinschaftsräume sind eingeplant. Die andere Fläche sei noch "unbespielt", meinte Hilb. Es gebe aber großes Interesse für eine große Gemeinschaftspraxis mit unterschiedlichen Disziplinen. Für das zweite Obergeschoss sind die Vermietungspläne noch nicht soweit. Hier ist wieder an Ärzte oder Büros gedacht.

In der Tiefgarage werden 100 Stellplätze angelegt. Die Fahrgassen sind sechs bis sieben Meter breit, die Stellplätze in der aktuellen Planung von 2,50 Meter auf 2,70 Meter verbreitert worden. Über Treppenhaus und Rolltreppe ist die Tiefgarage mit Lebensmittelmarkt und Loches-Platz verbunden.

"Warum gibt es keine normale Mietsituation?", wollte Stefan Janosi (Grüne) wissen. Es gebe keine Interessenlage, antwortete Pascal Hilb: "Mietwohnungen wurden nicht abgefragt." Verärgert zeigt sich Friedel Burghoff (Büfo), als er hörte, dass es statt der angekündigten 235 Stellplätze nur 190 gebe. "Die Parkplatzsituation ist eine ganz kritische Angelegenheit." Bleibt der Baustart 2018 realistisch?, wollte Bernhard Schulte (SPD) von Hilb wissen. Florian Leßke (Amt für Stadtplanung): "Der Zeitplan hat sich nicht verändert." Hilb: "Wir haben ein Interesse, dass sich nichts verzögert."

Quelle: RP
 
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