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Wermelskirchen
Wer tritt gegen Stefan Leßenich an?

Wermelskirchen: Wer tritt gegen Stefan Leßenich an?
Stefan Leßenich ist jetzt vom CDU-Gesamtvorstand nominiert worden. FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. Mit der Bekanntgabe ihrer Kandidaten-Personalie hat die CDU den ersten Schritt getan. Die SPD als zweitstärkste Fraktion wird keinen Kandidaten nominieren. Ob die Bündnispartner hinter Stefan Leßenich stehen, ist noch unklar. Von Udo Teifel

Wird Stefan Leßenich einen ernstzunehmenden Mitbewerber um das Amt des Bürgermeisters bekommen? Erste Anzeichen sprechen dafür. Denn seit der Verzichtserklärung des amtierenden Bürgermeisters werden die Karten neu gemischt.

Ob der 35 Jahre alte Christdemokrat Leßenich von allen Bündnispartnern unterstützt wird, steht seit der Bekanntgabe dieser Personalie noch nicht fest. Hans-Jürgen Klein (Grüne) sagte auf Anfrage, er glaube nicht, dass seine Partei einen eigenen Kandidaten aufstellen werde. "Wir werden Leßenich in den Ortsverein einladen und ihm Fragen stellen." Es gebe schon einen Katalog, über den man mit ihm reden wolle. Im Rathaus könne es in der Führungsetage nur besser werden, so sein Seitenhieb auf Eric Weik. "Ein neuer Bürgermeister könnte die Stadt wieder ein Stück nach vorn bringen. Es hat in den vergangenen Jahren schon Stillstand gegeben", sagte Klein im BM-Gespräch.

Oliver Platt (Bürgerforum) hat die Personalie "zur Kenntnis genommen". Ob man Leßenich unterstützen werde, könne er nach heutigem Stand noch nicht sagen. "Es reicht als Qualifikation nicht aus, dass man in Wermelskirchen geboren ist." Schon vor der Verzichtserklärung Weiks habe es Gespräche mit anderen Kandidaten gegeben; mit Weiks Erklärung, nicht zu kandidieren, habe die CDU ihre Taktik geändert und einen Kandidaten aus den eigenen Reihen aufgestellt. "Wir haben keine Hektik. Ich weiß, dass es noch eine interessante Person gibt, die als Kandidat in Frage kommt. Und mit ihr wollen wir noch sprechen."

Stefan Leßenich sei sicher eine integere Person. Aber ob seine Fraktion ihn unterstützen werde, bespreche man heute in der Fraktion, sagte Jürgen Manderla. Seiner Ansicht nach sei die CDU als größte Fraktion im Stadtrat in der Pflicht gewesen, als erste Partei einen Kandidaten zu nennen. Leßenich sei zwar in Wermelskirchen in Vereinen und Kirche vernetzt, aber ob ein Finanzwirt eine Verwaltung mit 350 Leuten leiten könne? "Wir werden auf jeden Fall mit ihm sprechen", kündigte er an. Manderla bedauert, dass die zweitgrößte Fraktion im Stadtrat keinen Kandidaten aufstelle. "Das ist für unsere Demokratie nicht gut", sagte Manderla.

Jochen Bilstein (SPD) bestätigte, dass die Sozialdemokraten "mit aller Wahrscheinlichkeit" keinen eigenen Kandidaten präsentieren werden. Es sei schwierig, eine Person zu finden, die eher Außenseiterchancen in Wermelskirchen habe, sagte er. Außerdem sei das Amt des Bürgermeisters "nicht unbedingt ein attraktiver Beruf", äußerte sich der Fraktionsvorsitzende. "Wir werden nach Ostern mit Stefan Leßenich sprechen und dann in den Gremien entscheiden, ob es einen gemeinsamen Kandidaten Leßenich gibt oder wir ihn unterstützen."

"Wir werden uns ab Mittwoch Gedanken machen, wie wir uns dem CDU-Bewerber gegenüber verhalten werden", sagte Henning Rehse (WNKUWG). Am Mittwoch findet eine Vorstandssitzung statt. Es gebe viele Varianten, über die in seiner Fraktion entschieden werden müsse. "Die reicht von einer aktiven Unterstützung über Passivität bis zu einem eigenen Kandidaten", sagte Rehse.

Quelle: RP
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