| 15.21 Uhr

Mordverdacht in Wermelskirchen
53-jährige Frau tot auf Reiterhof gefunden

Tote Frau in Wermelskirchen entdeckt
Tote Frau in Wermelskirchen entdeckt FOTO: S.Radermacher
Wermelskirchen. Am frühen Mittwochmorgen ist die 53-jährige Mit-Betreiberin des Reiterhofs "Im Berg" tot auf dem Gelände gefunden worden. Sie hatte eine blutende Kopfverletzung. Die Mordkommission Köln ermittelt, es besteht der Verdacht auf ein Kapitalverbrechen. Laut Medienberichten könnte die Frau Einbrecher überrascht haben. Von S. Radermacher, C. Siedentop

Die Kölner Polizei bestätigte auf Anfrage, dass es sich bei der toten Frau um die 53-jährige Mit-Betreiberin des Reiterhofes handelt, den ihre Tochter offiziell führte. "Es ist nicht auszuschließen, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt", sagte ein Sprecher. Die Polizei will zeitnah weitere Details und Einzelheiten bekannt geben.

Passanten hatten die Tote auf einem Weg neben dem Reiterhof gefunden. Die Frau soll laut Augenzeugen eine blutende Kopfverletzung gehabt haben. Ihre Wertgegenstände, darunter auch das Handy, lagen in weiterem Umfeld um sie herum vertreut. Die Reitanlage befindet sich in einer ruhig gelegenen Wohnsiedlung am Ende einer Sackgasse, umgeben von Wald und Wiesen. Auf der Anlage ist der Reit- und Fahrverein Wermelskirchen angesiedelt. Regelmäßig veranstaltet der Verein dort Reitturniere, die Mitglieder nahmen zudem an zahlreichen Turnieren in der Region teil. 

Die Polizei Rhein-Berg hat bestätigt, dass die Mordkommission Köln die weiteren Ermittlungen in diesem Fall übernimmt. "Es besteht der Verdacht eines Kapitalverbrechens. Es müssen nun viele Spuren gesichert werden", sagt Sprecherin Claudia Kammann. Die 53-Jährige könnte also Opfer eines Mordes, Totschlags oder Raubmordes sein. 

Ermittler der Mordkommission aus Köln waren am Morgen am Reiterhof eingetroffen, teilte Polizeisprecher Richard Barz am Vormittag mit. "Sie werden gerade von unseren Kollegen informiert, was sie am Morgen vor Ort vorgefunden haben, und verschaffen sich dann selbst einen Überblick", sagt Barz. 

Wie Bild.de berichtet, könnte die 53-Jährige in ihrem Haus auf dem Gelände des Reiterhofs Einbrecher überrascht haben. Sie soll, berichtet Bild.de, die Verfolgung aufgenommen haben und dabei von einem flüchtigen Einbrecher erschlagen worden sein. Laut der Angaben, sollen die Ermittler ein Kehrblech sichergestellt haben. Es bleibe aber unklar, ob es sich dabei um die Mordwaffe handeln könnte. Die Polizei wollte auf Anfrage der RP dazu keine Stellung abgeben.

Die Kreispolizei hatte die Mordkommission angefordert, weil es am Fundort der Leiche laut Barz "einige Fragezeichen und Unklarheiten" gegeben hat. Die 53-Jährige war gegen kurz vor 6 Uhr am Mittwochmorgen vor der Reiterhalle auf dem Boden liegend entdeckt worden. Rettungsdienst und Polizei wurden informiert, es konnte nur noch der Tod der Frau festgestellt werden. 

Das Gelände der Reitanlage ist von der Polizei mit rot-weißem Flatterband weiträumig abgesperrt worden – nur die Ermittler und Spurensucher dürfen den Hof noch betreten. Die Leiche wurde mit einer weißen Plane abgedeckt, außerdem wurde ein Pavillon aufgebaut, damit Spuren rund um den Fundort der Leiche vermutlich nicht durch den Regen verwischt werden.