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Wermelskirchen
Wermelskirchener startet in Österreich beim "Ironman 70.3"

Wermelskirchen: Wermelskirchener startet in Österreich beim "Ironman 70.3"
Sarah Mebus unterstützt ihren Lebensgefährten Chris Zimmermann tatkräftig. Vor allem feuert sie ihn bei seinen Wettkämpfen lautstark an. FOTO: jürgen moll
Wermelskirchen. Chris Zimmermann erfüllt sich mit der Teilnahme am Wettkampf in Zell am See einen Traum. Von Stephan Singer

Die Bezeichnung "Extremsportler" hört Chris Zimmermann für sich nicht gerne. Dennoch geht der Einsatz des Wermelskircheners weit über die üblichen Maße eines Amateurathleten hinaus. Mit der Teilnahme am "Ironman 70.3" im österreichischen Zell am See erfüllt sich der 31-Jährige nun einen lange gehegten Traum. Im Moment vergeht kein Tag ohne Training oder andere Vorbereitungen für das Rennen, das am 27. August über die halbe Distanz des Klassikers in Hawaii führt.

Dass Chris Zimmermann derzeit in bester Form ist, bewies er zuletzt beim weltweit größten Triathlon in Hamburg mit etwa 4000 Startern. In seiner Altersklasse mit immerhin 700 Teilnehmern belegte Chris Zimmermann über eineinhalb Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen den dritten Platz. Mit diesem motivierenden Ergebnis im Rücken sieht sich der Verkäufer im Baustoffhandel für den Ironman 70.3 hervorragend gerüstet. "Ich wollte schon immer mal an so einem Rennen teilnehmen", sagt er. Sein sportliches Ziel für den Wettkampf in Österreich: "Ich möchte unter fünf Stunden bleiben." Am 27. August geht es für die Starter über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radrennen und 21,1 Kilometer Laufen - letzteres ist die Halbmarathon-Distanz.

Training steht für Chris Zimmermann an sechs Tagen in der Woche an - danach folgt ein Tag der Regeneration. "Vor der Arbeit gehe ich schwimmen, nach der Arbeit entweder schwimmen oder radfahren", berichtet Chris Zimmermann. Obendrein hat er mit Bekannten einen Lauftreff, spielt gerne Volleyball und Beachvolleyball. "Ich brauche Sport, um mich ausgeglichen zu fühlen - ich habe wohl viel Bewegungsdrang", sagt der Sportler und lacht. Teilweise trickst er sich auch selber aus: "Wichtig ist, dass ich nach der Arbeit direkt mit dem Training starte. Ich darf dann keine Pause machen, weil es ansonsten schwer ist, wieder in Wallung zu kommen." Zwischen 15 und 20 Stunden pro Woche steckt Chris Zimmermann neben dem Vollzeitberuf in sein Training. Ohne die Unterstützung von Lebensgefährtin Sarah "Mini" Mebus (26 Jahre) ginge das nicht. "Sie nimmt mir sehr viel ab und kümmert sich um die alltäglichen Dinge genauso wie sie viele Sachen organisiert. Sie stärkt mich ungemein", sagt Chris Zimmermann, den seine Freundin zu jedem Wettkampf begleitet.

"Ich bin mit der Kamera dabei und feuere Chris natürlich lautstark an", erzählt Sarah Mebus, die selbst sportbegeistert ist und manchmal bei Trainingseinheiten ihres Lebensgefährten mitmacht.

Die Teilnahme am Ironman 70.3 ist der vorläufige Höhepunkt in Chris Zimmermanns Laufbahn. "Danach schauen wir mal, wie es weitergeht", sagt der Ausnahmeathlet, der aber bestimmt nicht mit dem Sport aufhören wird und bislang immer eine neue Herausforderung gefunden hat. Schließlich bewältigte er bereits neben diversen Triathlons eine Alpenüberquerung mit dem Rennrad oder nahm an einem Rad-Marathon im Allgäu teil.

Sein Faible für Ausdauersport entdeckte Chris Zimmermann im Frühjahr 2015. Damals hörte er auf, Fußball zu spielen, weil sich seine Mannschaft auflöste. "Ich suchte dann nach einer Alternative. Mit einem Trainer in Wuppertal habe ich mich auf meine erste Triathlonteilnahme vorbereitet - dabei habe ich Blut geleckt." Und weiter betont Zimmermann kurz und knapp: "Sport hält jung."

Sein Hobby finanziert Chris Zimmermann mit der Unterstützung von Sponsoren aus Wermelskirchen und der näheren Umgebung. Irgendetwas ist immer zu bezahlen. Teure Anschaffungen sind die Fahrräder oder auch ein Neoprenanzug. Dazu kommen die Startgelder bei den Wettkämpfen. Allein die Teilnahme am Ironman 70.3 kostet 350 Euro.

Allerdings: Chris Zimmermann und Sarah Mebus verbinden die Gelegenheit der Wettkampfteilnahme in Zell am See direkt mit ihrem Urlaub, den sie anschließend verbringen - so haben An- und Abreise einen doppelten Nutzen.

Quelle: RP
 
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