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Wermelskirchen
Wieder Bauschutt im Eifgen illegal entsorgt

Wermelskirchen. Strafanzeige des Kreises läuft ins Leere: Abgekipptes Baumaterial am Wanderweg ist keine Straftat, sondern nur eine Ordnungswidrigkeit. Kreisverwaltung ist enttäuscht über Entscheidung der Polizei. Von Udo Teifel

Und wieder ist Bauschutt im Naturschutzgebiet Eifgen abgekippt worden. Und zwar ins hohe Gras zwischen Wanderparkplatz Eifgen und der Freizeitparkanlage Eifgen. Entdeckt wurde dieser Fund am Samstag von Claus Füllhase. Der Wermelskirchener engagiert sich ehrenamtlich dort und versucht, den neuen "Reisegarten", so die Bezeichnung dieses Wanderparkplatzes, sauber zu halten. Was ihm auch größte Probleme angesichts vieler uneinsichtiger Menschen bereitet.

Füllhase hat es sich zur Aufgabe gemacht, auch das angrenzende Rasenstück zu mähen. Dabei entdeckte er dann den Schutt - er stammt wahrscheinlich wieder von einer Sanierung eines bergischen Hauses. Schieferplatten, Styropor, Holz, Putz lagen im Gras. Ob ein Zusammenhang zwischen dem ersten Fund vor einer Woche und dem jetzige besteht, konnte er nicht sagen.

Das prüft nun auch die Kreisverwaltung. Die war gestern Nachmittag noch vor Ort. Eine Umweltgefährdung für Wasser, Luft oder Boden bestehe aber nicht, teilte Kreissprecher Alexander Schiele auf Nachfrage gestern mit.

Weder Kreis noch Polizei sind bei ihren Ermittlungen zum abgekippten Bauschutt am Wanderweg A 3 von voriger Woche weitergekommen, berichtete Polizeisprecherin Claudia Kammann auf Anfrage. Ein Täter sei noch nicht ermittelt worden. Zeugen hatten zur fraglichen Tatzeit - Montagabend gegen 20 Uhr - unabhängig von einander - eine dunkle Pritschenkippe gesehen.

Von der Polizei gibt es aber einen wenig erfreulichen Zwischenbericht: Da die abgeschütteten Materialien keine gefährlichen Stoffe enthielten, handele es sich nicht um eine Straftat, sondern nur um eine Ordnungswidrigkeit, sagte die Polizeisprecherin. "Das Kreisumweltamt ermittelt jetzt weiter." Die Polizei ist damit raus.

Als Kreissprecher Alexander Schiele von der Bergischen Morgenpost über diese neue Sachlage - damit ist die Anzeige des Kreises erfolglos - informiert wurde, zeigte er sich enttäuscht. "Da ist schade. Was da im Eifgen passiert ist, ist doch eine Sauerei."

Quelle: RP
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