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Wermelskirchen
Wird Umbau der ehemaligen Wache bis Jahresende fertig?

Wermelskirchen. Die Stadtverwaltung begibt sich jetzt an die detaillierte Planung, die ehemalige Polizeiwache für die Unterbringung von zunächst 78 Flüchtlingen umzubauen. "Das Amt für Gebäudemanagement wird die Maßnahme umsetzen", sagte Stadtsprecher Jürgen Scholz gestern nach einem Treffen der Projektgruppe.

Der Stadtrat hatte beschlossen, die ehemalige Wache an der Telegrafenstraße kurzfristig als Flüchtlingsunterkunft herzurichten. Bis Jahresende fehlt der Stadt Wohnraum für 78 Flüchtlinge, die Wermelskirchen von der Bezirksregierung zugewiesen werden. Diese Lücke soll durch den zeitnahen Umbau der Wache geschlossen werden. Zum 1. Juli 2017 - so sieht es der Ratsbeschluss vor - soll die Zahl der Flüchtlinge im Polizeigebäude auf 40 reduziert werden.

Der Umbau des Gebäudes soll nun so schnell wie möglich in Angriff genommen werden. Laut Scholz müsste die Wache bis Ende des Jahres umgebaut werden, so dass die dann zugewiesenen Flüchtlinge versorgt werden können. "Dieser Zeitplan ist sportlich", gab er gestern zu. Das Amt für Gebäudemanagement um Leiter Frank Kieseler werde nun die weitere Planung vorantreiben. Scholz: "Die Aufträge sollen bald vergeben werden." Die Stadt geht von Umbaukosten in Höhe von etwa 385.000 Euro aus.

Das Gebäude muss umfangreich umgebaut werden, wie Kieseler auf Anfrage mitteilt: "Wir müssen zum Beispiel auf jeder Etage Duschen installieren. Ebenfalls müssen Brandschutztüren eingebaut werden." Das Gebäude sei schließlich 30 Jahre alt - und werde nun einer anderen Nutzung zugeführt: Es wird ein Beherbergungsgebäude. "Wir werden wohl auch noch einen zweiten Rettungsweg einrichten müssen."

Das Problem sei, dass alle Aufträge vergeben werden müssen. Das koste Zeit und erhöhe auch den Aufwand. Wenn die Anschlüsse für die Küchen und die Sanitärbereiche erst alle eingebaut seien, müssten diese Räume auch für den Einzug vorbereitet werden. Dazu gehört der Anstrich wie auch der Einbau von Küchen.

Die Zellen im Kellergeschoss der alten Polizeiwache werden übrigens nicht abgerissen - aber auch nicht als Wohnräume genutzt: Sie sollen als Abstellräume dienen.

(ser/tei.-)
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