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Wermelskirchen
WiW: Ohne Ehrenamtler läuft nichts

Wermelskirchen: WiW: Ohne Ehrenamtler läuft nichts
Genossen das Grillfest: Die ehrenamtlichen WiW-Helfer (hinten von links) Markus Hinterholzer und Dustin Hermann sowie (vorn von links) Uwe Beicht, Dirk FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. Der Marketingverein bedankte sich bei rund 100 ehrenamtlichen Helfern.

Keine Technik verkabeln, nichts aufbauen und auch nichts schleppen: Am Wochenende brauchten knapp 100 ehrenamtliche Helfer des Marketingvereins "Wir in Wermelskirchen" (WiW) einmal nicht mit anpacken, sondern einfach nur gesellig beisammen sein und feiern. Der WiW-Vorstand hatte die zahlreichen Aktiven, die bei den WiW-Veranstaltungen regelmäßig im Hintergrund freiwillig wirken, zu einem Grillfest eingeladen, um für ihren Einsatz zu danken. "Wir alle machen mehr, als wir müssen - und genau das macht WiW aus", betonte der WiW-Vorsitzende Dankmar Stolz im idyllischen Garten von Hella Weber vom Stein. Die Gastgeberin unterstrich: "Viele gute Ideen nützen nichts, wenn keine helfenden Hände mit anpacken!"

Unter den Helfern befanden sich auch Uwe Beicht (61 Jahre) und Edgar Rüssel (65). Die beiden Herren zeigten sich einig: "Wir haben viel Zeit und können uns deshalb gut für WiW einsetzen." Für Uwe Beicht ist klar: "Ich gehöre zu der Generation, die positiv im Guten aufgewachsen ist. Ich engagiere mich gerne. Kenne mich mit technischen Dingen aus und beteilige mich an Ideenfindung. Letztlich geht es mir darum, den Menschen in Wermelskirchen einen Freizeitwert zu bieten, der ihnen ermöglicht, eine gute Zeit zu haben."

Edgar Rüssel fühlt sich im Kreis der WiW-Helfer wohl, weil er dort ein offenes Ohr für seine Vorschläge und Vorstellungen findet: "Als Rentner steht mir die Zeit zur Verfügung. Ich kann mir durchaus vorstellen, in den nächsten Tagen einmal in das Lager der Hütten von der 'Bergischen Hütten' zu gehen und, wo nötig, die guten Stücke zu streichen. Wir müssen die pflegen, damit sie langfristig erhalten bleiben." Und weiter: "Einer muss mit so etwas anfangen, damit ein Startschuss fällt."

Fünf Tage lang hatte der 22-jährige Markus Hinterholzer mit seinem Freund Dustin Hermann (21 Jahre) auf einem Gabelstapler gehockt, um die Weihnachtsmarkthütten in das von WiW in Tente angemietete Lager unterzubringen. Sein Vater ist im Jugendcafé (JUCA) aktiv und daher mit WiW-Geschäftsführer André Frowein bekannt. So entstand der Kontakt.

Lachend erinnert sich Markus Hinterholzer: "Bei der letzten Hütte ging der Stapler kaputt, da mussten wir mit einem Hubwagen bugsieren - das war schon abenteuerlich." Dustin Hermann und Markus Hinterholzer werden sich auch weiterhin für den Stadtmarketingverein WiW ehrenamtlich einsetzen: "Wenn man anderen helfen kann, macht man das doch gerne. Wir helfen gerne, schließlich freuen wir uns doch auch, wenn uns jemand hilft, wenn wir Hilfe brauchen."

Für Dirk Stöcker, der am heutigen Montag seinen 46. Geburtstag feiert, hat sein WiW-Engagement durchaus auch eine persönliche Note: "Ich war in der Vergangenheit sehr umtriebig. Vor zehn Jahren bin ich in Wermelskirchen gelandet und habe mich hier schnell wohl gefühlt. Die Stadt und die Menschen haben mir viel gegeben, so kann ich etwas zurückgeben. Wir haben bei WiW tolle Leute, die extrem motiviert sind. Da kann ich meine Motivation einbringen und werde auch mitgerissen!"

(sng)
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