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Wermelskirchen
WiW steht finanziell gut da und stockt Personal auf

Wermelskirchen. Geschäftsjahr schloss mit Überschuss ab. Der Etat liegt inzwischen bei 209.000 Euro in Ein- und Ausgaben. Von Stephan Singer

Der Stadtmarketingverein "Wir in Wermelskirchen" (WiW) steht finanziell auf gesunden Füßen. Das dokumentierte Schatzmeister Christian Potthoff auf der Hauptversammlung mit Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2015/2016. Das wird mit einem Überschuss von knapp 6000 Euro abgeschlossen, im ursprünglichen Wirtschaftsplan war ein Überschuss von 100 Euro prognostiziert. "Dieser Überschuss ist beachtlich und hilft uns, ein Polster für schlechte Zeiten anzulegen", sagte Potthoff.

Wichtigste Einnahmen von WiW waren 56.000 Euro aus Beiträgen der 300 Mitglieder und der auf 60.000 Euro erhöhte Zuschuss von der Stadt Wermelskirchen. Etwa 10.000 Euro für die Instandhaltung der Weihnachtsbeleuchtung, 60.000 Euro an Personalkosten sowie 9000 Euro für Lagerung und Unterhaltung der Weihnachtsmarkthütten schlugen als "dicke Brocken" auf der Ausgabenseite zu Buche.

"Die Mietkosten für die Lagerung der Hütten müssen wir auf Dauer senken, wir denken über Möglichkeiten nach", betonte Christian Potthoff. Veranstaltungen wie "Wermelskirchen live" (Bürgerzentrum, "Sahne-Mix") und "Bergische Weihnacht" fuhren ein Minus von knapp 7000 bzw. 5000 Euro ein, aber: "Wir halten im Schnitt den Plan der Kostendeckung der einzelnen Veranstaltungen ein."

WiW verfügt über ein bilanzielles Eigenkapital von 60.000 Euro, die Liquidität beläuft sich nach dem vergangenen Geschäftsjahr auf knapp 24.000 Euro. "Die Finanzen sind nicht nur gesund, sondern topfit", sagte Christian Potthoff.

Waren es in 2011 noch etwa 51.000 Euro an Mitgliedsbeiträgen, gab es in 2012/13 einen erheblichen Anstieg auf 55.000 und aktuell 56.000 Euro. "Wir blicken auf vier erfolgreiche Jahre zurück und brauchen uns nicht tot zu sparen, sondern können Mittel einsetzen und ein Pölsterchen bilden. Wir wollen kontinuierlich mehr Mitgieder gewinnen, und das gelingt", sagte der Schatzmeister.

Deshalb geht er in seinem Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2016/17 auch von Mitgliedsbeiträgen in Höhe von 58.000 Euro aus. Dazu kommen geplante Erträge (91.000 Euro) sowie der städtische Zuschuss (60.000 Euro) und bilden geplante Einnahmen von insgesamt 209.000 Euro. Die vorgesehenen Aufwendungen belaufen sich auf 208.300 Euro, wozu Posten wie Veranstaltungen (77.000 Euro), Weihnachtsbeleuchtung (5000 Euro), Personal (70.000 Euro), Betriebskosten (15.000 Euro) oder auch Werbekosten (4000 Euro) gehören.

Potthoff kündigte an, dass WiW eine "weitere Personalressource" für die Geschäftsstelle, den noch zu gründenden AK Tourismus und die Mitgliederakquise schaffen wolle: "Durch den Einsatz von Finanzmitteln für Personal soll eine hohe Professionalität und Qualität erreicht werden. Zur Verfügung gestellte Gelder sollen eingesetzt und ein maximaler Nutzen für die Bürger und Wermelskirchen erreicht werden."

Der Vorsitzende Dankmar Stolz erklärte, "mit WiW geht es steil bergauf". Auch Geschäftsführer André Frowein zeigte sich zufrieden mit den zahlreichen Veranstaltungen im Laufe des Jahres. Sie würden eine Wiederholung erfahren. Stolz bedauerte, dass der WiW-Vorschlag, Vertreter als nicht stimmberechtigte Bürger in die Ausschüsse für Stadtentwicklung sowie Sport, Freizeit und Tourismus zu entsenden, nicht auf ungeteilte Zustimmung in der Politik stoße, obwohl es andere Beispiele gäbe (Kulturgemeinde, SSV): "Das würde zur Tranzparenz beitragen."

Quelle: RP
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