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Wermelskirchen
WNKUWG reagiert auf Kritik an Gratis-Parkplätzen

Wermelskirchen. In der Frage, ob die Stadt kostenlose Dauerparkplätze zur Verfügung stellen sollte, klaffen die Meinungen stark auseinander: Jetzt reagiert die WNKUWG auf die Kritik, die Peter Siebel, Geschäftsführer der Diakonie-Station und ehrenamtlicher Helfer im Möbellager, vergangene Woche im Gespräch mit dieser Zeitung geäußert hatte. Fraktionsvorsitzender Henning Rehse verteidigt die Strategie, einen Ersatz für die auf dem Loches-Platz wegfallenden Stellplätze zu schaffen.

Peter Siebel hatte erklärt, dass er es für verzichtbar hält, dass ein Parkplatz auf dem Gelände zwischen Feuerwache, Tafel und AJZ Bahndamm angelegt wird. Dafür solle kein Geld ausgegeben werden, da es in der Innenstadt noch genügend Parkraum geben, wenn auch gebührenpflichtig. Im Übrigen halte er es für nicht mehr zeitgemäß, nur die Autofahrer im Fokus zu haben, das Ziel einer autogerechten Stadt zu verfolgen und Radfahrer nicht ausreichend zu berücksichtigen.

Aktuelle könne das Parkraumangebot in der Innenstadt ausreichend sein, so die WNKUWG. "Zu diesem Angebot gehören aktuell jedoch auch 250 Parkplätze auf dem Loches-Platz, die derzeit komplett genutzt werden, während der Baumaßnahme komplett wegfallen und nach Fertigstellung durch 190 Plätze ,ersetzt' werden, wobei zusätzlich dann ein Lebensmittelvollsortimenter dort entsteht, der weitere 100 Parkplätze benötigt", beschreibt Rehse die künftige Parkplatzsituation.

"In Anbetracht dieser Fakten, die im Rat zu beschließenden 82 Parkplätze neben der Feuerwache für entbehrlich zu halten, löst bei mir nur Kopfschütteln aus."

Er halte es zudem für falsch, Dauerparker zur Kasse zu bitten, die in dieser Stadt arbeiten, leben, einkaufen, ihre Steuern zahlen, zur Wertschöpfung beitragen. Und die Mitarbeiter des Rathauses zahlten zu Recht auch nicht für die Parkplätze in der Rathaustiefgarage, die aus Steuermittel bezahlt wurden, schreibt Rehse zu dem Vorschlag Siebels, auch die Stadtbediensteten und Lehrer zur Kasse zu bitten.

Den Vorwurf, dass Radfahrer bei Verkehrsplanungen zu kurz kämen, will der WNKUWG-Fraktionsvorsitzende nicht gelten lassen. Man habe alle Verkehrsteilnehmer im Blick, aber hinsichtlich der Mobilität im Berufsverkehr spielten Radfahrer eine untergeordnete Rolle, so Rehse. Ehe über einen gegenläufigen Radverkehr auf der Telegrafenstraße entschieden werden könne, sollten die Ergebnisse einer neutralen Bürgerbefragung abgewartet werden.

(pd)
 
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