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Wermelskirchen
WNKUWG will Fläche an einen Investor verkaufen

Wermelskirchen. Die WNKUWG ist die einzige Fraktion, die mit keinem der zehn Investorenpläne für die Gestaltung des Loches-Platzes etwas anfangen kann. "Kein Vorschlag wird in der vorliegenden Form den Anforderungen in dem Maße gerecht, dass sich eine Weiterverfolgung ohne Weiteres lohnen würde", teilt die Fraktion mit. Zu groß seien Defizite in verschiedenen Bereichen, zum Beispiel bei der Obergrenze von 2500 Quadratmetern für die Lebensmittelversorgung. Außerdem sollte die Umgebung des Platzes einbezogen werden, und die Fraktion fordert eine Wohnbebauung, "um das Entstehen von unbelebten Angsträumen nach Geschäftsschluss zu vermeiden". Die WNKUWG möchte das Vergabeverfahren aufheben und die Fläche "mittels freihändiger Vergabe an einen Investor verkaufen und diesen den Platz entwickeln lassen. Hilfsweise werden wir allerdings ein alternatives Ranking der Entwürfe erarbeiten".

Diese Haltung stößt bei den übrigen Fraktionen größtenteils auf Ablehnung. "Die WNKUWG ist mit dem Ergebnis nicht einverstanden, nur weil ihr Wunschkandidat abgeschlagen ist. Dass sie jetzt das Verfahren ändern will, ist verrückt", sagt Oliver Platt (Büfo). Auch Jochen Bilstein (SPD) kann das Verhalten nicht nachvollziehen. "Das sind keine Sachargumente", meint er. Und Christian Klicki (CDU) sagt: "Damit ist die WNKUWG auf dem Holzweg. Wenn wir das Verfahren, für das auch die WNK gestimmt hat, jetzt wieder ändern, machen wir uns lächerlich und geraten in eine juristische Zwickmühle." Die FDP ist laut Jürgen Manderla grundsätzlich nicht abgeneigt, die Fläche an einen Investor zu verkaufen. "Wir könnten uns damit anfreunden. Man müsste aber prüfen, ob es sinnvoll und außerdem juristisch sowie vergabetechnisch möglich wäre. Die Aussagen der WNKUWG sind ein Schnellschuss", meint Manderla.

(ser)
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