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Wermelskirchen
WTV-Vorsitzende bemängelt den Zustand der Hallen

Wermelskirchen. Seit 70 Jahren gehört August Günter vom Stein dem Wermelskirchener Turnverein 1860 (WTV) an. Unter dem Beifall der 60 Anwesenden bei der Jahreshauptversammlung im Bürgerzentrum ehrte der WTV-Vorstand ihn und andere langjährige Mitglieder. Für 50-jährige Mitgliedschaft ehrte der WTV-Vorstand Hans-Joachim Zappe. Seit 25 Jahren gehören Regine Zappe und Magdalena Antosik dem Verein an.

Einstimmig vollzogen die Mitglieder die Vorstandswahlen. Demnach bleibt Anne-Christel Ueberholz erste Vorsitzende. Sie hatte bislang auch die Geschäftsführer-Position inne. Dieses Amt gibt sie an Walter Thiel ab. Er gehörte bislang als technischer Leiter zum Vorstand. Mangels Kandidaten bleibt der Posten des technischen Leiters vorerst vakant. "Das ist kein größeres Problem, weil wir viele dieser Aufgaben in unserer Geschäftsstelle übernehmen können. Walter Thiel ist als Geschäftsführer flexibler", erläuterte Ueberholz den Ämterwechsel. Kirstin Wirtz (auch Sozialwartin), Klaus Junge und Wolfgang Lorenz sind ab sofort Beisitzer im Vorstand. Die beiden Letztgenannten ersetzen Ulla Sindermann und Armin Kalthoff, die sich nicht mehr zur Wahl stellten. Die Versammlung wählte Imogen Heihaus, Benno Klinke, Heiner Sieper, Hans-Jörg Müller und Shahrokh Rezaloo in den Ältestenrat.

Der WTV-Turnrat bleibt mit Matthias Ueberholz (Handball Jugend), Frank Steinhaus (Handball Senioren), Walter Thiel (Leichtathletik), Jörg Beck (Schützen), Ursula Sindermann (Schwimmen), Werner Pohl (Tischtennis), Amelie Gebauer-Bremer (Turnen) und Bernd Kohn (Volleyball) unverändert.

Finanziell steht der WTV auf gesunden Füßen, wie Anne-Christel Ueberholz im Kassenbericht feststellte. 2016 verbuchte der Verein 166.718 Euro an Einnahmen. Dem standen 164.708 Euro an Ausgaben gegenüber. Gut 20.500 Euro - verteilt auf das Geschäfts- und das Rücklagenkonto - stehen zur Verfügung. 8200 Euro schuldet der WTV noch dem Landessportbund, dieses Darlehen stellt Verbindlichkeiten aus dem Bau des Schießstandes dar. Für das laufende Jahr planen die WTV-Verantwortlichen mit Einnahmen von 139.000 Euro und Ausgaben von 144.000 Euro. "Wir haben den Posten Miete von 10.000 auf 15.000 Euro im Plan erhöht, da wir ja wohl wieder Hallennutzungsgebühren zahlen werden müssen. Wir können das erwartete Minus aus den Rücklagen bestreiten", sagte Anne-Christel Ueberholz. Die WTV-Vorsitzende freute sich, dass nach der Wiederverfügbarkeit aller Sporthallen die Mannschaften und Gruppen ihren angestammten oder einen anderen dauerhaften Platz gefunden hätten. Sie beklagte allerdings den generellen Zustand der Hallen. "Unendlich viele Reklamationen sind bei der Stadtverwaltung auf dem Dienstweg verloren gegangen. Wir haben mit zugerümpelten und zugestellten Abstellräumen zu tun und mit der Sauberkeit echte Probleme - die Benutzung der sanitären Anlagen in der WTV-Halle ist beispielsweise eine Zumutung." Obendrein sei die kleine Sporthalle an der Waldschule wunderschön, nichtsdestotrotz haderten die Sportler mit den Gegebenheiten. Es herrsche dort ein starker Durchzug, weil die Lüftungsanlage wohl nicht in den Griff zu bekommen sei.

(sng)
 
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