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Wermelskirchen
Zu kleine Klassenräume im Schuldorf

Wermelskirchen. Die Politiker reduzieren die Schülerzahl je Klasse in der Hauptschule auf 24. Von Udo Teifel

Der Ältestenrat hatte bereits im November die Notbremse gezogen, jetzt nickte der Schulausschuss nur noch ab: Die Schülerzahl je Hauptschulklasse wurde auf 24 Schüler begrenzt. Damit folgte die Politik einem Wunsch der Schulleitung - die befürchtete zum Jahreswechsel durch Umzüge, Asylbewerber und Rückläufer der Realschule einen Zulauf, der ein Arbeiten in den vorhandenen Klassenräumen unmöglich macht.

Hintergrund ist der Aufbau der Sekundarschule und der sogenannte Rückbau der Hauptschule. So muss die Hauptschule Klassenräume im Altbau und im zweiten Schuldorf nutzen. Die Raumgrößen betragen dort 50 Quadratmeter je Klassenraum (Schuldorf) beziehungsweise 53 bis 55 Quadratmeter (Altbau). Diese Raumgrößen liegen zum Teil erheblich unter den Standards - gerechnet wird laut Schulleiter Gebhard Lehr mit 64 Quadratmetern Standardmaß. "Mit 22 Kindern sind die Räume voll. Da ist keine Bewegungsmöglichkeit mehr", sagte er vor dem Ausschuss.

22 Schüler im Pavillon, 26 im Altbau, das ergibt einen Durchschnitt von 24 Schülern. Dieser Richtwert soll in diesem Schuljahr nicht unterschritten werden. Ab nächstem Schuljahr können die Schüler gleichmäßig auf beide Gebäude verteilt werden, auch durch mögliche zusätzliche Klassen. Kritik gab's von Bernhard Meiski (CDU) an der Verfahrensweise mit Schülern, die während des Schuljahres von der Hauptschule aufgenommen werden wollen. Die müssen laut Stadtverwaltung in die Nachbarstädte ausweichen. Dezernent Jürgen Graef: "Hückeswagen ist da aufnahmebereit."

Ebenfalls gesenkt wurde der Klassenfrequenzhöchstwert für die Sekundarschule. Lag der bisher bei 29, beschloss der Schulausschuss, den Wert auf 25 Schüler zu senken. Hintergrund ist hier nicht die Raumgröße, sondern der festgestellte sonderpädagogische Unterstützungsbedarf von Schülern. Im laufenden Schuljahr gibt es an der Sekundarschule 15 Schüler mit Förderbedarf, im Schuljahr 2015/2016 wird es in der Eingangsstufe eine ebenso große Zahl geben. Da das Schulgesetz eine Begrenzung der Klassengrößen ermöglicht, stimmten die Politiker zu, um die Schule in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Bei einer Begrenzung gibt es laut Stadtverwaltung keine Auswirkungen auf die bisherige Raumplanung. Bei 25 Schülern je Klasse 5 sei die geplante und genehmige Vier-bis Fünfzügigkeit zur Bedarfsdeckung ausreichend.

Quelle: RP
 
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