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Wermelskirchen
Zukunftsprojekte mit Chance auf Fördermittel

Wermelskirchen. Für Wermelskirchen soll ein interkommunales Entwicklungs- und Handlungskonzept erarbeitet werden. Von Solveig Pudelski

Die Zauberformel für Städte und Gemeinden, die an öffentliche Fördermitteln gelangen wollen, lautet: interkommunale Zusammenarbeit. Bezirksregierung und Land wollen so regionales Denken und Handeln fördern. Für Wermelskirchen soll daher nun ein interkommunales integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept erarbeitet werden - im Zusammenspiel mit Burscheid. Hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich das Ziel, ganz konkrete Projekte an bestimmten Punkten in der Stadt anzustoßen und dafür öffentliche Zuschüsse zu beantragen.

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses stellte Sebastian Horstkötter, Stadtplaner im Team des beauftragten Büros ASS (Architektur Stadtplanung Stadtentwicklung) mit Sitz in Düsseldorf das Konzept vor, das in in der "Partnergemeinde" bereits angelaufen ist. Der Vorteil für Wermelskirchen bei einer gemeinsamen Förderung mit Burscheid sei, dass 70 Prozent der Kosten bezuschusst werden statt der üblichen 60 Prozent. Dies sei einmalig in Nordrhein-Westfalen, hob Horstkötter hervor. Zwei "grenzüberschreitende" Projekte haben die Planer im Visier: das Bahnhofsumfeld in Hilgen und die alte Ziegelei.

Entwickelt werden außerdem Leitpropjekte, die die gesamte Region langfristig voranbringen sollen. Ein Paradebeispiel dafür ist der Tourismus als Wirtschaftsmotor. Die Balkantrasse könnte weiter qualifiziert und als "Perlenkette" weiter ausgebaut werden.

Für die Wermelskirchener Innenstadt soll es aber auch ein eigenes integriertes Handlungskonzept geben. Zwölf Standorte für eine Städtebauförderung seien dafür festgelegt worden - das sind Punkte in der Stadt, wo Handlungsbedarf und Entwicklungschancen bereits erkannt wurden.

' der Bereich Feuerwehr, Tafel, und AJZ Bahndamm,

' die Rhombusfläche an der B 51 als die "wichtigste Maßnahme",

' der geplante Jugendfreizeitpark

' die Thomas-Mann-Straße - hier sei ein Fassadenprogramm denkbar,

' Bereich Evangelische Kirche und "In den Steinen",

' Grünanlage Loches-Platz,

' Jörgensgasse/Katt-Quartier

' Standort Realschule,

' Standort Eifgen - die Frage sei, ob dieser weiter qualifiziert werden könne für das Förderprogramm "Regionale 2025",

' das Zippa-Gelände, wobei es aufgrund der Randlage für eine Stadtentwicklungsförderung nicht in Frage käme,

' die ehemalige Schuhfabrik Neuenhaus - eine Idee sei, dort Loftwohnungen einzurichten

' die Alte Ziegelei Hilgen, wobei dieses Projekt schon sehr konkret sei.

Doch wie wird das Konzept mit Leben gefüllt? Indem Politik und Bürger mit einbezogen werden, sagte der Stadtplaner. Neben Expertengesprächen sollen Workshops, ein Kolloquium und eine Bürgerbeteiligung stattfinden. Erste Förderanträge seien im September 2018 denkbar, erste Maßnahmen könnten so 2020 umgesetzt werden.

Sowohl Bürgermeister Rainer Bleek als auch CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Klicki warfen ein, dass in diesem Zusammenhang die Rolle des Arbeitskreises "Zukunft" zu klären sei.

Quelle: RP
 
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