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Wermelskirchen
Zwei neue Interessenten für Haus an der Taubengasse

Wermelskirchen. Ein Interessent möchte das Abbruchhaus erhalten, ein anderer möchte das Grundstück ohne das Haus nutzen. Von Sebastian Radermacher

Die über mehrere Jahre andauernde Diskussion über die Zukunft der städtischen Fläche an der Taubengasse, auf dem das zuletzt als Obdachlosenunterkunft genutzte Haus steht, geht in eine weitere Runde. Wie Bürgermeister Rainer Bleek auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt, haben sich zwei neue Interessenten bei der Stadtverwaltung gemeldet, die das Grundstück gerne entwickeln möchten. Demnach hat ein Interessent signalisiert, dass er das Objekt gerne erhalten und künftig in einer anderen Form nutzen möchte, erläutert Bleek. "Der zweite Interessent möchte die Fläche nutzen, allerdings ohne das Haus." Nähere Einzelheiten nennt der Bürgermeister bislang nicht.

Da im Rathaus diese Anfragen noch nicht schriftlich vorliegen, wird sich eine Entscheidung über die künftige Nutzung der Fläche weiter hinziehen. Bleek: "Die Anfragen müssen zunächst einmal schriftlich festgehalten und konkretisiert werden." In einem weiteren Schritt möchte der Bürgermeister das Thema im nichtöffentlich tagenden Arbeitskreis Stadtentwicklung am 7. April mit Vertretern der politischen Fraktionen diskutieren.

Durch diese neue Entwicklung ist das Konzept des Wermelskircheners Matthias Pahl, der das Fachwerkhaus mit Hilfe von heimischen Investoren (überwiegend Handwerkern) an eine andere Stelle versetzen möchte, aber keineswegs gestorben, betont der Bürgermeister. "Das Konzept von Herrn Pahl ist weiterhin aktuell. Er hat uns aber signalisiert, dass es ihm auch recht ist, wenn sich andere Interessenten für eine Nutzung der Fläche melden. Diesen würde er dann den Vortritt lassen", sagt Bleek.

Der große Vorteil des Pahl-Konzepts: Wenn er das Ab- und wieder Aufbauen des Hauses koordiniert, wäre das Grundstück an der Taubengasse ohne Kosten für den Abriss des Hauses wieder nutzbar. Pahl hatte in Erwägung gezogen, das Gebäude an anderer Stelle womöglich als eine Art "Herberge" zu nutzen. Als Leitspruch könnte er sich "Wohnen wie 1840" vorstellen. Die Stadt hat bereits nach einer passenden Fläche im Bereich der Hüpp-Anlagen gesucht, die als Standort für das nicht denkmalwürdige Haus genutzt werden könnte.

Diese Planungen wurden aber zunächst einmal wieder hinten angestellt, denn jetzt werden die Anfragen der neuen Interessenten bewertet. Rainer Bleek hofft, dass die Diskussion um diese Fläche bald endlich ein Ende hat: "Es muss mal vorangehen mit diesem Haus."

Quelle: RP
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