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Schermbeck
1200 Oktoberfest-Fans feiern ausgelassen

Schermbeck: 1200 Oktoberfest-Fans feiern ausgelassen
Die meisten Besucher kamen im bajuwarischen Outfit zum siebten Schermbecker Oktoberfest. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Schermbecks Bürgermeister gelang das Kunststück, das erste Fass mit einem Schlag anzustechen. Von Helmut Scheffler

Nach der großartigen Resonanz auf die ersten sechs Oktoberfeste, an denen jeweils mehr als 1100 Besucher teilnahmen, bescherte die Schermbecker Kiliangilde der Bevölkerung mit Unterstützung durch die Volksbank am Samstag die siebte Auflage ihres Oktoberfestes. Ein riesiges Zelt mit mehr als 1200 Sitzplätzen erwartete die Besucher.

"Tolle Leute, einfach super", schwärmte beispielsweise Ellen Großblotekamp vom bajuwarischen Flair, als sie mit den übrigen "Naschkatzen" des Gahlener Heimatvereins das Zelt betrat, das diesmal anders aussah als in den Jahren zuvor. Völlig neu waren eine große Terrasse an der Mühlenteich-Seite, ein geschmückter Festbogen und große Gasfackeln.

Es war fast wie beim Original in München, nur günstiger und vor der Haustür. Ein Großteil der Besucher erschien im typisch bayerischen Outfit. Für Männer war die krachlederne Hose geradezu ein Muss. Viele trugen Lederhosen mit Hosenträgern, Kniebundstrümpfe und ein kariertes Hemd, oftmals in einer zum Dirndl der Partnerin passenden Farbe. Einige erinnerten mit ihren Zipfelmützen aus Filz an das Aussehen von Sennern auf der Alm. Zu ihnen gehörte auch Karsten Janz, der jenen Hut trug, den er von zehn Jahren während des Ski-Urlaubs im österreichischen Ischgl erwarb. Die Damen wetteiferten mit klassischen Trachten oder farbigen Sexy-Minidirndls um anerkennenden Blicke Manche hatten sich mit einen speziellen Wies'n'-Haarschnitt aufstylen lassen.

Die Schermbecker Musikkapelle "Pils'n'Buam" übernahm das Aufheizen der Stimmung zu Beginn des Abends. Die Gruppe, die sich seit einigen Jahren zu Stimmungsmachern bei Schermbecker Volksfesten entwickelt hat, präsentierte Blasmusik, wie man sie aus Bayern, Böhmen, Mähren und Slowenien kennt. Walzer wie "Schöne Erinnerung" und der "Schneewalzer" waren ebenso wie Polkas und Märsche so recht nach dem Geschmack des Publikums, das schon bald - immer lauter werdend - mitsang und die Nachbarn am Tisch zu schunkelnden Einheiten zusammenfügte.

Bürgermeister Mike Rexforth übernahm zum dritten Mal den Anstich des auf der Bühne stehenden Bierfasses. Was in München noch nie ein Bürgermeister schaffte und auch dem amtierenden Oberbürgermeister Dieter Reiter am Samstag nicht gelang, das war für Mike Rexforth eine Kleinigkeit: Ein einziger Schlag genügte, um das Bier fließen zu lassen.

Als perfekte Stimmungsmacher entpuppten sich die sieben Mitglieder der Band "Die Bamberger". Als professionelle Spitzenband kannten die Musiker den unverwechselbaren bayerischen Sound bestens, der bei Oktoberfesten erwartet wird. Eine perfekte Moderation, Spontaneität, Gags und Gaudi auf der Bühne: "Die Bamberger" wurden zu Garanten für eine gelungene Party.

Wer am Sonntagmorgen noch nicht genug hatte, konnte zu dem erstmals veranstalteten Frühschoppen kommen, bei dem die "Edelweißmusikanten" aus Walsum für musikalische Stimmung sorgten.

Quelle: RP
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