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Schermbeck
19-Jährige gewinnt Poetry-Slam

Schermbeck: 19-Jährige gewinnt Poetry-Slam
Die Leiter Julian Gauda (vorne r.) und Stephanie Nünning (hinten l.) mit Alexandra Stauch, Torben Weffers (hinten v.r.), Lukas Lankes, Marisa Brüninghoff, Martin Buchmüller und Lena Beemelmans (vorne v.l.) bereiten sich auf den vierten Poetry Slam-Wettbewerb im Jugendheim You vor. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Schermbecker Gesamtschüler gestalteten im You einen Poesie-Wettbewerb.

Lena Beemelmans strahlte, als ihr am Donnerstagabend zum Ende eines dreistündigen Wettbewerbs ein Buch überreicht wurde. Die 19-jährige Q1-Schülerin der Gesamtschule hatte am vierten Poetry Slam der Gesamtschule teilgenommen und beim abschließenden Vortrag im Jugendheim You die acht Juroren aus dem Kreis der Zuschauer so sehr beeindruckt, dass sie in der Wertung 79 von 80 möglichen Punkten erhielt.

Zu den ersten Gratulanten gehörten Lenas Eltern, Schulleiter Norbert Hohmann, der Didaktische Leiter Peter Grotendorst, der die äußere Organisation des Wettbewerbs übernommen hatte, und Deutschlehrerin Stephanie Nünning. Seit November 2017 unterstützt Nünning mit ihrer Kollegin Sandra Rosorius den Projektleiter Julian Gauda (Dortmund), der mit Schülern der Jahrgänge 9 bis 12 geübt hat, wie man sich kreativ mit den Möglichkeiten des sprachlichen Ausdrucks auseinandersetzen kann.

Den Reigen der Wettbewerbsbeiträge eröffnete Martin Buchmüller mit seinem Beitrag "Der Lehrer", in dem er sich in die Rolle eins Lehrers versetzte und so die Begegnung mit Schülern aus einer anderen Perspektive erlebte. Lena Beemelmans, die als einzige Teilnehmerin ohne ein Manuskript auf die Bühne trat, thematisierte in ihrem Beitrag "Das eine Mal" die vielen kleinen Ausreden von Menschen, die im Alltag einen Lebensstil praktizieren, der die Umwelt und das Klima belastet. In ihrem Beitrag "poesie à la paradoxe" berichtete Marisa Brüninghoff über die Schwierigkeiten, ein Gedicht zu schreiben. Lukas Lankes entwickelte Vorstellungen der Menschen zum Rock 'n' Roll in der Steinzeit. Alexandra Stauch trat als Gefangene ihres Gutmenschsyndroms auf, und Torben Weffers entwickelte in seinem Beitrag "Isch geh Kino, Du mit?" eine ungewöhnliche Straußstöpselstrategie.

Eine Neuerung gab es beim vierten Wettbewerb in diesem Jahr. Die Beiträge der sechs Autoren wurden in einem von ihnen gestalteten Buch zusammengefasst. Der Titel "The rest is the best" steht für die Tatsache, dass von dem ursprünglich größeren Teilnehmerkreis nur noch sechs bis zum Ende durchhielten. Das Buch kostet zehn Euro und bietet die Möglichkeit, sich mit großer Bandbreite eindrucksvoller kreativer sprachlicher Gestaltungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen.

(hs)
 
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