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Schermbeck
22-Jähriger neuer König der Schüppenschützen

Schermbeck: 22-Jähriger neuer König der Schüppenschützen
Der letztjährige König Lukas Maile (r.) gratulierte seinem Nachfolger Kevin Hörning (l.). FOTO: Scheffler
Schermbeck. Das Werfen einer Schüppe hat Tradition bei der Schüppenkompanie: Kevin Hörning warf am weitesten.

Erstmals seit der Gründung der Schüppenkompanie im Jahre 1994 haben die Schüppenschützen der Kiliangilde Schermbeck von 1602 schneller einen König als die Gilde selbst. Durch die Umstellung des Festprogramms entfällt der Dienstag als Festtag für die Gilde. An diesem Tag fand bislang das Schüppenwerfen statt. In ihrer Jahreshauptversammlung beschlossen die Schüppenschützen eine versuchsweise Verlegung ihres Wurfwettbewerbs auf den Samstag vor Kilian. Da die Kilianer ihr Fest aber schon am Freitag beginnen, wurde das Schüppenwerfen auf den vergangenen Samstag verlegt.

Nach dem Besuch ihres noch amtierenden Königs Lukas Maile im Brichter Lüttgefeld marschierten die Schützen zur Adolf-von-Kleve-Straße 11, wo wenig später im Garten des Kilian-Ehrenpräsidenten Reiner Horstkamp König Lukas Maile das Werfen eröffnete. Seine vorgelegten 16,40 Meter spornten die übrigen Schützen an. In drei Durchgängen musste die Schüppe möglichst weit geworfen werden. Die Einzelergebnisse wurden zusammengezählt. "Wir haben einen neuen Schüppenkönig", rief Jens Hindricksen als Präsident am Samstag um 21.42 Uhr. Neuer König wurde der 22-jährige Groß- und Einzelhandelskaufmann Kevin Hörning. In drei Würfen erreichte er mit 16,30, 14 und 16,20 Metern insgesamt eine Weite von 46,50 Metern und ließ damit den zweitplatzierten Werfer Matthias Müller um fast zwei Meter hinter sich. Kevin Hörning hatte sich vor zwei Jahren mit 40 Zentimetern dem König Tim Ruloff geschlagen geben müssen. Zu den ersten Gratulanten gehörte der Vorstand. Die Schüppenschützen erfüllten wenig später einen musikalischen Wunsch des neuen Königs: Sie sangen mit ihm sein Lieblingslied "Schwer mit den Schätzen des Orients beladen..."

"Wo Licht ist, da ist aber auch Schatten", leitete Präsident Hindricksen die Bekanntgabe des Werfers mit der schlechteste Gesamtweite ein. Diesmal war es Bernd Holtmann, der die ihm gebührende Doofen-Schüppe nicht in Empfang nehmen konnte, weil er schon nach Hause gegangen war. "Gegen 30 Liter Bier kann er seine Schüppe bekommen", versprach Hindricksen.

(hs)
 
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