| 00.00 Uhr

Schermbeck
41 Minigärten auf der Mittelstraße

Schermbeck. Kreativität der Teilnehmer und strahlender Sonnenschein machen das fünfte Schermbecker "Bankgeflüster" zu einem Erfolg. Von Helmut Scheffler

Nachdem in den letzten beiden Jahren reichliche Regenschauer für eine Störung des "Bankgeflüster" gesorgt hatten, steuerte Petrus nun ein sommerliches Wochenende der allerfeinsten Art bei, als die Werbegemeinschaft zum fünften Male die Mittelstraße zwischen Ännekens Tenne und Hotel Zur Linde mit ideenreich gestalteten Bänken ausstattete.

Die Geschäftsleute hatten sich sehr viel Mühe gegeben, um ihre von Minigärten umgebenen Bänke zu präsentieren, und da die Mittelstraße an beiden Tagen für motorisierten Verkehr gesperrt war, konnte man in entspannter Atmosphäre bummeln und dabei bewundern, mit wie viel Kreativität das Umfeld der 41 Bänke zu kleinen Gartenparadiesen ausgestaltet wurde. Fast alle Bänke standen auf Kunstrasenflächen, die mit Blumengestecken farbenfroh bestückt wurden.

Bei der Gestaltung der Bänke nutzten die meisten Geschäfte die Chance, auf ihre typischen Artikel aufmerksam zu machen. Goldschmied Jörg Iser stellte an eine Bank mit nachgebildeten Schmuckstücken einen gruseligen "Wächter der Schatzkammer". Zum Kennenlernen der neuen Frühlingsdüfte und -farben lud Doris Paus in die Stadtparfümerie Pieper ein. Bei Verwiebe Optik in der Bachstraße 4 erhielten die Kunden einen 20-prozentigen Rabatt auf alle vorrätigen Sonnenbrillen bestimmter Hersteller. Vor Buch & Kunst zeigte Inhaberin Silke Schmickler, wie man das eigene Heim und den Garten davor verschönern kann. Ihre weiße Bank vor dem Geschäft Herzeglück in der Mittelstraße 90 bestückte Inhaberin Beate Schnieder mit Laternen, Kissen und Deko-Artikeln. Außerdem gab es zehn Prozent Rabatt.

Weil der zweite Aktionstag mit dem Muttertag zusammenfiel, gab es in einigen Geschäften kleine Präsente für die Mütter. Anke und Edda Tebartz hatten ihr Schuhgeschäft Stöckelwild nur am Samstag geöffnet. An diesem Tag boten sie die Aktion "RosaRot" an. Auf alle Modelle der Marke wurden Rabatte von 60 Prozent gewährt. Manchmal kann wenig auch mehr bedeuten. So blieb die etwa drei Meter lange Holzbank vor der Gaststätte Overkämping bis auf zwei kleine Kissen völlig frei und wurde deshalb gerne von den Festbesuchern zum Ausruhen genutzt.

Der Tanzclub Grün-Weiß Schermbeck informierte die Passanten über die vielfältigen Möglichkeiten, sich durchs Tanzen fit zu halten, und über die Angebote für Kinder und Jugendliche.

Vor ihrem Info-Center warben Mitarbeiter der Deutschen Glasfaser um Kunden, um bis zum 14. Mai doch noch die 40-prozentige Beteiligung der Haushalte im Ortskern zu erzielen. Auch Betriebe aus dem Gewerbegebiet Heetwinkel nutzten die Gelegenheit, sich vorzustellen. Die Bank von König Werbetechnik war mit verschiedenen Folien beklebt. Wärme bot das Kaminhaus Grewing an einem mit Gas beheiztem Kamin.

Die Volksbank dekorierte ihre Bank mit dem Jubiläumslogo. Außerdem wurden anlässlich des 125-jährigen Bestehens die beweglichen Ziffern 1, 2 und 5 aufgestellt, die aus den Porträts von mehr als 1500 Mitgliedern bestehen. Selbst außerhalb der gesperrten Mittelstraße beteiligten sich Betriebe. Dazu gehörten die Anwaltskanzlei Prüwer & Proff und das Jeans-Lädchen ebenso wie die Kartoffelackerdemie.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Schermbeck: 41 Minigärten auf der Mittelstraße


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.