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Unsere Woche
775 Jahre Wesel - Ein Fest von allen für alle

Wesel. Ein Stadtjubiläum in Zeiten knapper Kassen zu feiern, bedarf besonderer Anstrengungen. Wesel kann da - wie so oft - auf die Weseler bauen. Sie machen das Programm.

Heute, am neunten Tag des Jahres, kommt denn auch das Weseler Stadtjubiläum in Fahrt. Die offizielle Auftaktveranstaltung ist mit der Vergabe der Duden-Preise an Nachwuchsjournalisten verbunden. Die Verleihung hätte es auch in einem normalen Jahr gegeben, aber diese einfache Kombination zeigt, wie man mit vergleichsweise wenig Aufwand und Kosten ein rappelvolles Programm auf die Beine stellen kann: Man nehme einen Veranstaltungskalender, durchsuche ihn auf Themen mit möglichst viel Wesel-Bezug, und schon ist ein gutes Stück geschafft.

Und das ist auch gar nicht schlimm. Im Gegenteil. Die Vielfalt der regelmäßigen Feste und Veranstaltungen und die Tatsache, dass etliche davon Selbstläufer sind, machen das Funktionieren in Wesel ja gerade aus. Man kann sich zum Beispiel einfach darauf verlassen, dass Vereine wesentliche Teile des PPP-Festes stemmen, den Adventsmarkt zum Erlebnis machen oder hochkarätige Musik- und Vortragsreihen organisieren. Das ist in jedem Jahr so. Und im Jubiläumsjahr erst recht.

Schon weil so viele verschiedene Weseler etwas beisteuern werden, bin ich beim Blick in die städtische Broschüre sicher, dass es ein feines Jubiläumsjahr wird. 88 Veranstaltungen sind verzeichnet. Manche mögen nicht zustande kommen, andere neu hinzukommen. Dennoch ist die Palette bemerkenswert.

Sicher ist spürbar, dass die 775-Jahr-Feier die Stadt selbst nichts kosten soll. Dabei darf nicht übersehen werden, dass die Profis aus Wesel-Marketing, Stadtarchiv und etlichen anderen Stellen im Rathaus natürlich trotzdem ihr Bestes geben. Und wenn es "nur" die Suche nach Lösungen ist. Ohne Sponsoren und/oder ehrenamtliche Arbeit ist nichts mehr möglich.

Auch das ist nicht schlimm. Im Gegenteil. Es stärkt das, was ein so schöner Geburtstag mit Rückblick auf große Zeiten, Zerstörung und Wiederaufbau sowie Ausblick auf Chancen der Zukunft schaffen soll: ein Wir-Gefühl. Je mehr Leute mitwirken und sich stolz fühlen dürfen, umso besser ist das. Ich freue mich auf ein Fest von allen für alle.

Quelle: RP
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