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Andreas-Vesalius-Gymnasium in Wesel
Abiturienten betrunken im Unterricht - Mottowoche abgesagt

So sah der Chaostag 2014 am Andreas-Vesalius-Gymnasium aus
So sah der Chaostag 2014 am Andreas-Vesalius-Gymnasium aus FOTO: KDG
Wesel. Einige Abiturienten kamen betrunken zur Schule. Daraufhin sagte die Schulleitung des  Andreas-Vesalius-Gymnasiums die Mottowoch ab. Ob der letzte, finale Chaostag stattfindet, entscheidet sich am Donnerstag. Von Klaus Nikolei

Die Abiturienten des Andreas-Vesalius-Gymnasium sind traurig. Nachdem einige der rund 130 Zwölfklässler am Montag alkoholisiert in die Schule gekommen waren, wurde die Mottowoche, die morgen mit dem Chaostag enden soll, von der Schulleitung abgesagt.

"Ich weiß genau, dass das keine böse Absicht von den Schülern war", sagt AVG-Direktorin Dorothée Brauner im RP-Gespräch, ohne auf Details einzugehen. "Aber was einige getan haben, war einfach unüberlegt." Damit keine Missverständnisse aufkommen: Vorfälle wie jetzt in Köln, wo bei Mottowochen Schulgebäude beschädigt und Abiturienten Polizeibeamte angegriffen hatten (RP berichtete), hat es am AVG nicht einmal ansatzweise gegeben.

Im Vorfeld der traditionellen Mottowoche, in der Schüler verkleidet die letzten Tage vor Beginn der Osterferien im Unterricht verbringen, gab es Absprachen zwischen der Schulleitung und den Mitgliedern des Chaoskomitees. Unter anderem herrschte Einigkeit darüber, dass während der Mottowoche der Unterricht beziehungsweise Klausurprüfungen nicht gestört werden, keine laute Musik gehört wird und natürlich kein Alkohol getrunken werden darf. Und weil sich eben einige Schüler nicht an die Abmachungen gehalten haben, hat die Schulleitung Montagmittag die Notbremse gezogen. Dorothée Brauner bedauert das: "Es tut mir auch sehr leid, dass ich so entscheiden musste. Aber was wäre ich für eine Schulleiterin, wenn ich nicht konsequent wäre. Ich habe hier schließlich die Verantwortung."

"Ich möchte den Schülern den Spaß erlauben"

Sollten sich die Abiturienten bis heute Mittag ruhig verhalten, so wie sie es in den vergangenen Tagen getan haben, dann dürfte dem Chaostag morgen nichts mehr im Wege stehen. "Ich möchte den Schülern den Spaß erlauben und habe den Mitgliedern des Organisationsteams deutlich gemacht, dass sie mit ihrer Arbeit beginnen können, damit sie nicht in Zeitverzug geraten", sagt die Schulleiterin.

Dass einige Schüler besonders traurig sind, weil sie ihre zum Teil aufwendig und mit viel Liebe zum Detail geschneiderten Kostüme nicht tragen konnten, kann Dorothée Brauner durchaus nachvollziehen. Sie geht aber davon aus, dass es am Chaostag und während der Abiturfeiern noch Gelegenheit geben wird, sich zu verkleiden.

Nachfolgende Schüler-Generationen dürften spätestens nach den jetzt gemachten Erfahrungen wissen, dass sie sich gerade auch während der Mottowoche strikt an die Schulordnung zu halten haben.

Quelle: RP
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