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Schermbeck
Adenauers Stopfpilz lockt nach Damm

Schermbeck: Adenauers Stopfpilz lockt nach Damm
Bundeskanzler und Tüftler: Konrad Adenauer FOTO: Archiv
Schermbeck. Konrad Adenauer war nicht nur Bundeskanzler, sondern auch Erfinder. Seine "von innen beleuchtete Stopfkugel" ist in Damm zu bestaunen – im "kleinsten Strommuseum der Welt". Von Luzie Platen

Wenn demnächst Autos mit Kennzeichen aus ganz NRW am Dammer Strommuseum stoppen, hat das möglicherweise mit einem Bericht in der "Welt am Sonntag" zu tun. Die überregionale Tageszeitung hat nämlich in ihrer Ausgabe für Nordrhein-Westfalen über den Saisonstart des "kleinsten Strommuseums der Welt" berichtet und dabei vor allem eine Erfindung von Konrad Adenauer in den Mittelpunkt gestellt.

Adenauer (1876 bis 1967) war nicht nur der erste Bundeskanzler im Nachkriegsdeutschland von 1949 bis 1963, sondern auch Erfinder. Drei Patente hat er angemeldet, eines davon für die "von innen beleuchteten Stopfkugel". Das war 1938. Die AEG, so heißt es in der "Welt am Sonntag", "vermarktete das Gerät später mit den Worten: ,Immer war es bisher besonders anstrengend, nicht nur schwarze Socken, sondern auch die hauchdünnen Damenstrümpfe zu stopfen. Hier hilft in geradezu verblüffender Weise der neue AEG-Helfer.' Adenauer der Stopfer der Nation! Der sich später daran machte, das zerschossene, durchlöcherte Deutschland zu stopfen, auf das es wieder als makellos empfunden werde".

Adenauers Stopfpilz ist sicher eines der interessantesten Exponate in dem nur wenige Quadratmeter großen Ausstellungsraum. Eines der neuen Schmuckstücke ist das einstmals kleinste Farbfernsehgerät der Welt. Außerdem lockt das Museum mit historischen Brennscheren aus den 30er Jahren. Und auch die ersten Elektroherde und alte Massagegeräte sind sehenswert.

Der Adenauer-Pilz, das Mini-TV und all die vielen anderen Schätzchen, die das Herz von Technikfreunden höher schlagen lassen, sind bis einschließlich Oktober jeden ersten Sonntag im Monat in der Zeit von 11.30 bis 16 Uhr zu bestaunen. Übrigens gibt es im Museum auch jede Menge leckere "Fanartikel". Dazu gehören Turm-Käse und Turm-Brot, Turm-Bräu und Turm-Salami.

Zur offiziellen Saisoneröffnung fand kürzlich ein Gottesdienst in Zusammenarbeit mit dem Dammer Jugendhaus statt. "Das Wetter spielte leider nicht mit. Trotzdem wurde die Open-Air-Veranstaltung ein voller Erfolg", sagt Turmvereins-Vorsitzender Hermann Göbel. Er und seine Mitstreiter hoffen, dass die Zahl der Besucher in diesem Jahr weiter steigen wird. "Vor allem würden wird uns freuen, wenn Gruppen und Schulklassen mit uns Sondertermine vereinbaren würden." Möglich ist das unter der Rufnummer 02853 840 oder per Mail admin@turmverein-damm.de www.turmverein-damm.de

(RP/ac)
 
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