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Hamminkeln
ADFC kritisiert Abschied des Klimabeauftragten Alexander Ehl

Hamminkeln. Der Fahrradclub-Vorsitzende Peter Zelmer wirft der Stadt in einem offenen Brief vor, sie habe "die Zeichen der Zeit nicht erkannt".

Eine "Fehlentscheidung" des Rathauses: So sieht der ADFC Hamminkeln die Tatsache, dass der auf drei Jahre befristeten Vertrag von Klimaschutzmanager Alexander Ehl nicht verlängert beziehungsweise in eine festen Posten umgewandelt wurde. Ehl suchte nach der von der Stadt finanziell begründeten Absage nach Alternativen und wechselt nun vorzeitig nach knapp zwei Jahren Dienstzeit als Nahmobilitätsbeauftragter in die linksrheinische Kreisstadt Viersen.

"Hamminkeln verliert einen jungen engagierten Mitarbeiter mit vielen frischen Ideen", schreibt der Hamminkelner ADFC-Vorsitzende Peter Zelmer jetzt in einem offenen Brief. Zelmer hatte schon bei früheren Gelegenheiten die Arbeit des Klimaschutzmanagers gelobt. Ehl habe in den zwei Jahren "viel bewegt". Bekannt und mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit war die erfolgreiche Teilnahme Hamminkelns am Stadtradeln oder am Niederrheinischen Radwandertag sowie die Organisation des E-Carsharings mit von der Stadt vorgehaltenen Stromern.

Zelmer stellt deswegen in seinem Schreiben die Frage, ob die Politik und die Verwaltung "die Zeichen der Zeit nicht erkannt" haben. Denn mit Ehl verliere die Stadt nicht nur "einen engagierten Streiter gegen den Klimawandel", sondern Zelmer kritisiert auch, dass eine junge Familie die Stadt verlässt. Alexander Ehl wohnt mitten in Hamminkeln.

Die Verwaltung will den Posten für die verbleibende Zeit wieder besetzen, allerdings mit dem Schwerpunkt Raum- und Stadtplanung, nicht aber Klimaschutz (RP berichtete).

(thh)
 
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