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Bürgermonitor
Ärger über Treibgut an Promenade

Bürgermonitor: Ärger über Treibgut an Promenade
So mancher Spaziergänger ärgert sich über die vom Hochwasser zurückgelassenen Holzreste an der Weseler Rheinpromenade. Doch soll der Unrat in den nächsten Tagen komplett entfernt werden. FOTO: Klaus Nikolei
Wesel. Der städtische Betrieb ASG will bis zum Wochenende das angeschwemmte Holz beseitigen. Von Klaus Nikolei

WESEL Das herrliche Frühlingswetter am vergangenen Wochenende nutzten zahlreiche Ausflügler, um auf der Weseler Rheinpromenade zu flanieren. Doch nicht für jeden war der Blick auf den Strom ein reiner Genuss. Ein Leser aus Obrighoven beispielsweise beklagte sich jetzt im Gespräch mit unserer Redaktion, "dass dort noch immer das Treibgut des letzten Hochwassers liegt - das ist mal wieder typisch für unsere Stadt". Doch wer ist zuständig für die Beseitigung des Unrates und für die Pflege der Rheinpromenade? Der städtischen Betrieb ASG (Abfall, Straßen, Grünflächen) oder vielleicht auch das Wasser- und Schifffahrtsamt in Duisburg? ASG-Chef Ulrich Streich weiß die Antwort: "Sowohl wir als auch das Schifffahrtsamt. Allerdings verläuft die Grundstücksgrenze im Zickzack. Da kann man nicht immer sofort sagen, wer zuständig." Auch wenn der ASG aus seiner Sicht eigentlich nur für die städtischen Flächen verantwortlich sei, mache man trotzdem mehr als nötig. "Nur ganz unten an den Steinen klettern unsere Leute natürlich nicht herum, um das Treibgut aufzusammeln", sagt Streich. Er kündigt auf Anfrage an, dass Mitarbeiter des Grünflächenamtes und der Stadtreinigung in den nächsten Tagen das angeschwemmte Holz zwischen River Lady und Rheinbad noch einsammeln werden, damit bis zum Wochenende alles wieder schön sauber sein wird. Dass die ASG-Leute vom Wasser- und Schifffahrtsamt unterstützt werden, ist allerdings ausgeschlossen. Behördenmitarbeiter Bernd Schönfelder erklärt, warum das so ist: "Das Beseitigen von Unrat an den Ufern ist nicht unsere Aufgabe, sondern die der Kommunen. Wir betrieben einen Wasserweg und greifen eigentlich nur dann ein, wenn beispielsweise Baumstämme oder große Wurzeln im Wasser eine Gefahr für die Schifffahrt darstellen könnten", betont Schönfelder. Mit Holzresten an den Ufern habe man allerdings nichts zu tun. Da gebe es auch keine gesetzliche Regelung, die etwas anderes sagen würde.

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Quelle: RP
 
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