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Affäre mit Verlierern

Wesel. Die SPD-Fraktion, die Partei, Ratsmitglied Martin Wente und auch Bürgermeister Bernd Romanski: Es gibt nur Verlierer in der Rauswurf-Affäre. Hängen bleibt, dass die SPD-Fraktion keinen durchschlagenden Vorwurf gegen Wente erhebt, sondern am Ende im Stimmungstief die Reißlinie gezogen hat. Es bleibt nur die Ursache übrig, beim letzten Tropfen des überlaufenden Fasses einen vermeintlichen "Querulanten" hinausbefördert zu haben. Und es bleibt der Geruch, die innerfraktionelle Demokratie nicht ausgeprägt handzuhaben. Hinter Wentes Rauswurf steckt Machtgerangel. Er hat mit Anträgen gegen den Bürgermeister gehalten, und er hat mehrfach gegen die Fraktionslinie gestimmt. Am Ende verlangten Fraktionsmitglieder: "Der oder wir." Wente will klagen. Ein Rückweg ist nicht möglich. Die SPD muss sich auch fragen, warum sie riskiert, Wentes hohe Wählerzustimmung im Ort zu verlieren und ob sie sie weiter stramme Bürgermeister-Partei sein will, aber ansonsten blutleer Akzente vermissen lässt. Schließlich der Bürgermeister: Er dominiert die SPD-Richtung und findet die CDU schwach. Ob das reicht, um bei der nächsten Wahl zur CDU aufzuschließen? Die Christdemokraten wären klug, aufzuwachen und politisch Punkte zu setzen. Wahrscheinlich ist das nicht.

thh

Quelle: RP
 
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