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Schermbeck
Als Rektorin von der Stadt aufs Land

Schermbeck: Als Rektorin von der Stadt aufs Land
Judith Nikolei hat die Maximilian-Kolbe-Schule schon kennengelernt. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Judith Nikolei ist seit Anfang des Monats die Schulleiterin der Schermbecker Maximilian-Kolbe-Grundschule. Von Helmut Scheffler

Seit der Überreichung der Ernennungsurkunde durch die Schulamtsdirektorin des Kreises Wesel, Petra Klisch, hat die Maximilian-Kolbe-Schule (MKS) an der Schienebergstege wieder eine eigene Leitung. Mit der neuen Rektorin auf Probe, Judith Nikolei, endet die neunmonatige Mitbetreuung der MKS durch Christiane Hampen, die Leiterin der Drevenacker Otto-Pankok-Schule.

Die kommissarische Leitung wurde erforderlich, als am Ende des letzten Schuljahres Schulleiter Willi Schmidt von der MKS verabschiedet wurde, weil er Rektor der Dinslakener Grundschule Hühnerheide wurde. Gleichzeitig nahm die stellvertretende Schulleiterin Sabrina Hardacker Abschied und übernahm nach den Sommerferien die Leitung der Büdericher Grundschule. Kurzfristig konnte die Schulleiterstelle in der MKS nicht besetzt werden. Nach wie vor bleibt die Funktionsstelle der stellvertretenden Schulleitung vakant.

Die 50-jährige Judith Nikolei wuchs in Viersen auf. Dort bestand sie im Jahre 1984 das Abitur. Ein Jahr später begann sie an der Universität Duisburg-Essen das Studium für das Lehramt in der Primarstufe. Als Deutsch-, Mathematik- und Musiklehrerin war sie während ihres Referendariates in den Jahren 1990 bis 1992 an einer Grundschule in Lobberich tätig. Nach bestandener Prüfung wurde sie Lehrerin an einer Mönchengladbacher Grundschule. Vier Jahre später begann sie als Fachleiterin für Mathematik am Studienseminar in Essen mit der Betreuung von Grundschul-Referendaren.

Im Jahre 2002,nach ihrem Umzug nach Wesel, wurde Judith Nikolei Lehrerin in der Grundschule am Brüner-Tor-Platz. Von 2010 bis 2012 war sie Konrektorin an der Katholischen Grundschule Mühlenweg in Wesel, bevor sie Konrektorin der Gemeinschaftsgrundschule an der Böhlstraße wurde.

Im Sommer vergangenen Jahres entschied sich Judith Nikolei für eine Bewerbung um die Schulleitungsposition in Schermbeck. Nach der langjährigen Tätigkeit im städtischen Umfeld reizte es sie, eine Funktionsstelle im ländlichen Umfeld zu übernehmen. Das passte auch zu den familiären Bedingungen: Die 16-jährige Tochter Anna und der 14-jährige Sohn Jakob brauchen die Mutter jetzt nicht mehr ganz so nah wie vor einem Jahrzehnt.

Seit dem 4. April ist Judith Nikolei nun Chefin der im vergangenen Monat 60 Jahre alt gewordenen MKS, an der in neun Klassen 213 Jungen und Mädchen von einem 16-köpfigen Kollegium unterrichtet werden. Kontinuität im Schulalltag ist vorerst angesagt. "Ich möchte die gute Atmosphäre in der Schullandschaft bewahren", begründet Judith Nikolei ihr Bekenntnis zur Kontinuität. Teamarbeit bedeutet ihr sehr viel. "Ich werde mich nach besten Kräften bemühen, im Interesse Ihrer Kinder meine Aufgabe zu erfüllen", schrieb Judith Nikolei in ihrem ersten Elternbrief, in dem sie gleichzeitig die Unterstützung seitens der Elternschaft erbat.

In der ersten Woche war die neue Rektorin erst einmal damit beschäftigt, eine Vielzahl von Informationen zu gewinnen sowie die Schule und alle Rahmenbedingungen genauer kennenzulernen. Ein Rundgang durch alle Klassen gehörte gleich am zweiten Tag zum Programm.

Judith Nikolei war beeindruckt von der Freundlichkeit der Landkinder. Eine eigene Klassenleitung wird sie nicht übernehmen, weil dafür im Rahmen ihrer 24-Stunden-Tätigkeit pro Woche neben der Schulleitung zu wenig Stunden übrigbleiben würden.

Viel Wert legt Judith Nikolei auf die Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsgrundschule (GGS), der zweiten Schermbecker Grundschule. Die ersten Gespräche mit der neuen GGS-Chefin Jessica Steigerwald haben bereits stattgefunden und der Wunsch zur engen Kooperation der beiden Grundschulen wurde von ihr bestätigt. Im Bereich der Flüchtlingsbetreuung gibt es schon jetzt eine enge Zusammenarbeit.

Quelle: RP
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