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Kreis Wesel
An den Karnevalstagen im Zweifel die 110 wählen

Kreis Wesel: An den Karnevalstagen im Zweifel die 110 wählen
Gar keinen Alkohol trinken - dazu rät die Polizei auch an den jecken Tagen. Und: Wer bedrohlich wirkende Gruppen wahrnimmt, sollte die 110 rufen. FOTO: end
Kreis Wesel. Kurz vor Beginn des Straßenkarnevals gibt die Kreispolizei Narren Tipps für das Verhalten:

Alkohol am Steuer In der Karnevalszeit wird die Polizei in NRW wieder verstärkt mit Verkehrskontrollen gegen alkoholisierte Autofahrer vorgehen. Die Jecken, die mit Alkohol feiern wollen, sollten sich frühzeitig Gedanken über die An- und Abfahrt machen und dabei das eigene Auto außen vor lassen.

"Es ist immer besser, gar keinen Alkohol zu trinken, wenn man mit dem Auto unterwegs ist", so Bernd Störmer, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Wesel. "Schließlich begeht man bereits eine Straftat, wenn man mit 0,3 Promille wegen auffälliger Fahrweise angehalten wird. Gleiches gilt, wenn man mit dieser Promillezahl in einen Unfall verwickelt wird." Und für die Fahranfänger in der Probezeit herrscht sowieso ein totales Alkoholverbot am Steuer.

Im Vorjahr wurden in Nordrhein-Westfalen an den tollen Tagen knapp 40.000 Autofahrer kontrolliert; rund 11.000 mussten sich wegen Verdacht auf Alkohol am Steuer einem Test unterziehen. Bei 304 Fahrern fiel der Test positiv aus. Außerdem wurden 165 Fahrer festgesetzt, die unter Drogeneinfluss standen.

Trotz dieser Maßnahmen gab es laut NRW-Innenministerium zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch 111 Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol im Spiel war. Eine junge Frau kam ums Leben, 16 Menschen verletzten sich schwer, 24 leicht.

Störmer rät auch am Folgetag noch zu Vorsicht: "Schließlich kann der Körper durchschnittlich nur 0,1 Promille pro Stunde abbauen. Wenn man also bis zwei Uhr nachts gefeiert hat und sich mit 1,6 Promille ins Bett legt, hat man am nächsten Tag um zwölf Uhr noch 0,6 Promille und ist nicht fahrtüchtig." Auch ein starker Kaffee beschleunigt den Alkoholabbau nicht.

Sicherheit Gerade nach den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln ist Sicherheit ein großes Thema an den närrischen Tagen. Die Kreispolizei rät dazu, sich zu einer Gruppe zusammenzuschließen und gegenseitig auf sich zu achten. Bedrohlich wirkenden Gruppen sollte man ausweichen und einen längeren Weg in Kauf nehmen. Einer empfundenen Gefahr aus dem Weg zu gehen, ist kein Zeichen von Feigheit, sondern zeugt von "gesundem Menschenverstand".

Gerät man dann doch in eine bedrohliche Situation, rät die Polizei dazu, laut zu schreien und so auf sich aufmerksam zu machen. "Versuchen Sie, Unbeteiligte aktiv zur Hilfeleistung aufzufordern. Sprechen Sie die Person gezielt an", so der Rat der Polizei. Auch, wenn man keine Gefahr für sich selbst sieht, aber verdächtig wirkende Gruppen wahrnimmt, sollte man sich nicht scheuen, über 110 die Polizei zu verständigen. Den Einsatz sogenannter Abwehrwaffen wie Pfeffersprays sieht die Polizei kritisch. Jede Unsicherheit in der Handhabung oder zeitliche Verzögerung kann fatale Folgenhaben - zum Beispiel, wenn einem das Spray entrissen und gegen einen selbst verwendet wird. Der Einsatz von Abwehrsprays gegen Personen kann eine strafrechtliche Prüfung nach sich ziehen.

Quelle: RP
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