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Wesel
Angebot an U3-Plätzen soll weiter wachsen

Wesel: Angebot an U3-Plätzen soll weiter wachsen
Kürzlich ist die neue Großtagespflegestelle (mit neun Plätzen) in einer früheren Hausmeisterwohnung an der Caspar-Baur-Straße eröffnet worden. FOTO: Nikolei
Wesel. Zu Beginn des neuen Kita-Jahres besuchen fast 2000 Kinder die Wesel Tagesstätten. Die Betreuungsquote liegt damit bei 100 Prozent. Allerdings fehlen Plätze für Mädchen und Jungen unter drei. Zwei neue Tagesstätten sollen gebaut werden. Von Klaus Nikolei

Während die Schule erst nächsten Mittwoch wieder beginnt, läuft in den meisten Kindertagesstätten und Großtagespflegestellen der Betrieb wieder. Anders als noch vor einigen Jahren sind fast alle Gruppen (1979 Plätze) in den 33 Kitas und den vier Großtagespflegestellen komplett belegt. Die Zahl der Neugeborenen ist wieder gestiegen, es gibt Zuzüge von jungen Familien und eine ganze Reihe Flüchtlingskinder. Einige der Gruppen sind sogar überbelegt. "Diese Überbelegungen - wir sprechen da von einem Kind pro Gruppe - sind aber vom Landschaftsverband genehmigt", erklärt Ila Brix-Leusmann, die als Fachbereichsleiterin im Rathaus mit dem Thema Kinderbetreuung vertraut ist. Auf Anfrage erklärt sie, dass alle Kinder, die drei Jahre und älter sind und deren Eltern sich einen Betreuungsplatz in einer Tageseinrichtung wünschen, diesen Ü 3-Platz auch bekommen haben.

Um die 100-Prozent-Betreuungsquote hinzubekommen, mussten 19 Plätze, die eigentlich für Kinder unter drei Jahren (U3) vorgesehen waren, in Ü3-Plätze umgewandelt werden. Insgesamt gibt es im Stadtgebiet noch 28 freie Ü3-Plätze. Dem gegenüber stehen noch 18 Kinder auf der Warteliste. "Es gibt Eltern, die warten lieber noch, um am Ende ihr Kind in der Wunscheinrichtung unterbringen zu können", sagt Brix-Leusmann. Nicht ganz so gut steht die Kreisstadt im Bereich U3-Betreuung da. Das Angebot ist einfach nicht groß genug, um die Nachfrage decken zu können. Denn von den besagten 1979 Plätzen sind lediglich 358 für U3-Kinder reserviert. "Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für die ganz Kleinen steigt ununterbrochen. Deshalb weichen viele Eltern schon in die Tagespflege aus. Wir müssen diesen Bereich weiter ausbauen", sagt die Fachbereichsleiterin . Aktuell rechnet die Stadt damit, dass 65 Prozent der Eltern von Zwei- bis Dreijährigen einen Betreuungsplatz benötigen. Um diese Quote erreichen zu können, sollen 2018 und 2019 zwei neue Tagesstätten errichtet werden.

Besonders groß ist der Bedarf im östlichen Stadtgebiet. Deshalb sucht die Verwaltung verstärkt auf dem Fusternberg und in Schepersfeld nach einem geeigneten und bezahlbaren Grundstück, auf dem eine neue Kindertagesstätte mit drei Gruppen errichtet werden kann. Zwar sind mehrere Optionen geprüft worden, eine Entscheidung aber noch nicht gefallen. Und eine weitere Tagesstätte soll, wenn alles nach Plan läuft, im Sommer 2019 im Hessenviertel eröffnet werden.

Rund 650.000 Euro hat die Stadt in den Umbau des ehemaligen Forstamtes an der Straße Am Nordglacis und die Neugestaltung des Gartens gesteckt. Zum 1. September soll in der denkmalgeschützten Villa die neue Kindertagesstätte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) eröffnet werden. 40 Kinder werden hier künftig betreut. FOTO: Klaus Nikolei

Die Elternbeiträge orientieren sich am Einkommen. So zahlen Erziehungsberechtigte, deren Haushaltseinkommen jährlich 15.000 Euro nicht überschreitet, nichts. Im Weiteren wird zwischen neun Beitragsklassen unterschieden. Der Höchstsatz liegt bei 647 Euro. Den zahlt man, wenn man über ein Jahreseinkommen von über 110.000 verfügt, das Kind unter drei ist und 45 Stunden pro Woche betreut wird.

Quelle: RP
 
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