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Schermbeck
Anwohner: Bauantrag für Windräder weist Fehler auf

Schermbeck. Bürger setzen sich für andere Trassenführung ein

Für die Ferngasleitung "Zeelink 2", die Gas durch das Gemeindegebiet von Schermbeck transportieren soll, gibt es hinsichtlich der Trassenführung in dem nun begonnenen Raumordnungsverfahren Einwände seitens der Gemeinde. Einstimmig beschloss der Planungs- und Umweltausschuss gestern, dass alternativ zur eingereichten Vorschlagstrasse die Verlegung der Ferngasleitung im Bereich einer vorhandenen Leitungstrasse durch den Dämmerwald als eine Variante untersucht werden soll. Vorausgegangen war ein Gespräch der Verwaltung mit Landwirten und der Landwirtschaftskammer. Darin hatten die Landwirte die Verwaltung auf nachhaltige Folgen für die Landwirtschaft und für Grundstückseigentümer aufmerksam gemacht, wenn die favorisierte Trasse realisiert werden sollte. "Platz genug ist im Dämmerwald", sagte Bürgermeister Mike Rexforth und bewertete den Ausschluss des Dämmerwaldes bei den Planungen wegen des Naturschutzes als "K.o.-Kriterium". Das Ziel der Forderung, den Dämmerwald in Erwägung zu ziehen, besteht nach Auffassung des Bürgermeisters darin, "die Entscheidungsträger dafür sensibel zu machen, sich auch mit vorweg ausgeschlossenen Alternativen zu befassen".

Grünes Licht erteilte der Ausschuss nahezu einstimmig für die Errichtung von vier Windkraftanlagen im Ortsteil Damm. Die Abstimmung galt ausschließlich für die planungsrechtliche Frage, ob die Anlagen sich in die Windkraftkonzentrationszone östlich des Lühlerheims einfügen. Mit der Entscheidung ist aber noch lange kein Baubeginn möglich. Anwohner haben Einwände geäußert, weil ihrer Meinung nach der Bauantrag in drei Punkten Fehler aufweist. Angesichts der im Raum stehenden Klageverfahren ist es unwahrscheinlich, eine Genehmigung für die Bauten seitens des Bauordnungsamtes beim Kreis Wesel noch dieses Jahr zu bekommen.

(hs)
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