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Schermbeck
Ariane hat jetzt eine Rakete im Garten

Schermbeck: Ariane hat jetzt eine Rakete im Garten
Zum 40. Geburtstag erhielt Ariane Beil von ihren Nachbarn eine riesige Rakete, die jetzt als Blickfang im Vorgarten am Rüster Weg steht. Sie und ihr Mann suchen allerdings jetzt einen Käufer für das Objekt. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Eigentlich hatte sich Ariane Beil nur vorsichtig ein Feuerwerk zum 40. Geburtstag gewünscht. Das weckte in der Nachbarschaft aber ganz andere Assoziationen. Von Helmut Scheffler

Im Vorgarten der Familie Beil steht eine Rakete. Wie lange noch, das ist noch nicht klar. Aber Holger Beil ist vorbereitet. Auf der Rakete die Aufschrift "Ariane 40". Das Geburtstagskind Ariane Beil sowie Passanten sind gleichermaßen erfreut, wenn auch erstaunt. Wie diese Rakete wohl im Vorgarten-Idyll gelandet ist?

Heiligabend 1979 startete schon einmal eine Rakete mit dem Namen Ariane. Ein deutsch-französisches Gemeinschaftsprodukt. Drei Jahre zuvor, genau am 18. Februar 1976, kam in Recklinghausen die Wahl-Schermbeckerin zur Welt.

Dass seit der vergangenen Woche im Vorgarten eine über sechs Meter hohe Rakete steht, verdankt Ariane Beil ihrer lustigen Nachbarschaft am Rüster Weg. Diese 18 so genannten "Rüster Flaschengeister" machten sich Gedanken über ein passendes Geschenk für ihre Nachbarin zum 40. Geburtstag. "Ich hätte gerne ein Feuerwerk", lies Ariane Beil beiläufig fallen. "Feuerwerk und Rakete gehören irgendwie zusammen", dachten sich die "Rüster Flaschengeister" und begannen heimlich mit dem Bau.

Damit das Geburtstagskind nichts bemerkte, wurden die Bauarbeiten nach Erle verlegt. Beim gebürtigen Rüster Stefan Schäfer traf sich die Gruppe monatelang zum Raketenbau. Zeit blieb reichlich, weil Ariane Beil beschlossen hatte, ihren runden Geburtstag auf den August zu verschieben, zumal dann gleichzeitig der 18. Geburtstag von Sohn Florian anstand.

"Da kommen zwei Bauarbeiter", rief am Abend der Geburtstagesfeier der 14-jährige Sohn Leon seiner Mutter zu, die sich gerade mit den bereits eingetroffenen Gästen unterhielt. Als Ariane Beil den mit Helm und Zollstock "bewaffneten" Bauarbeitern entgegenging, erkannte sie schon bald ihre Nachbarn wieder, die wenig später im Vorgarten begannen, drei Löcher zu graben. Während sie noch rätselte, fuhren Stefan Linden und Jutta Tasse mit einem Lkw vor. Kräftiges Zupacken der Nachbarn war gefragt, um die Rakete zu entladen. Die drei oberen Triebwerksöffnungen wurden mit verschiedenfarbigen Sternblumen geschmückt. Und dann gab es sogar noch das erwünschte Feuerwerk der Nachbarschaft.

Quelle: RP
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