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Schermbeck
Artmann verlässt den SPD-Vorstand

Schermbeck. Der Beisitzer kritisiert vor allem die Arbeit des Vorsitzenden Jörg Juppien.

Wolfgang Artmann kündigt die Arbeit im Vorstand der Schermbecker SPD auf. Das gab der bisherige Beisitzer in einer E-Mail an 16 Ratsmitglieder oder Einscheidungsträger innerhalb der SPD, die der Rheinischen Post vorliegt, bekannt. "Ich sehe mich außerstande, unter diesem Vorsitzenden [Anmerkung der Redaktion: Jörg Juppien] im Vorstand mitzuarbeiten", begründet Artmann seine Entscheidung.

Artmann listet insgesamt elf Mängel der Vorstandsarbeit auf, die er allesamt dem Vorsitzenden Jörg Juppien ankreidet. "Wir sind eine demokratische Partei, die Entscheidungen gemeinsam trifft", begründete Juppien im Gespräch mit unserer Zeitung das Scheitern mancher Maßnahmen und ergänzte, "solche Mehrheitsentscheidungen müsste Herr Artmann eigentlich zur Kenntnis nehmen."

Artmanns Erwartungshaltung an einen Vorsitzenden kann Juppien nicht nachvollziehen. Vorschläge und Ideen einzelner Vorstandsmitglieder würden nicht vom Vorsitzenden allein abgearbeitet, sondern in gemeinsamen Bemühungen, bei denen jedes Vorstandsmitglied mitwirken könne. So habe Artmann seinen Vorschlag, eine Leseaktion mit Schülern der Gesamtschule, selbst nicht weiter verfolgt.

Artmann moniert in seinem Schreiben auch: "Mein Vorschlag, eine Ortsvereinsvereinsammlung mit unserem Landtagskandidaten zu aktuellen Themen unserer Gemeinde und des Landes, wurde vom Vorsitzenden abgelehnt." Juppien widerspricht und verweist darauf, dass der SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider im nächsten Monat nach Schermbeck kommen werde. Die von Artmann bemängelten Versäumnisse bleiben weiterhin Gesprächsthemen im Vorstand. Wenn der Vorstand aber beschließe, etwas nicht durchzuführen, dann müsse das auch in Zukunft jedes Vorstandsmitglied respektieren.

Ein Nachfolger für Wolfgang Artmann soll im März im Rahmen der ohnedies anstehenden Vorstandswahlen gewählt werden.

(hs)
 
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