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Wesel/Hamminkeln/Schermbeck
ASG: "Wertstoff-Mobil stark nachgefragt"

Wesel/Hamminkeln/Schermbeck: ASG: "Wertstoff-Mobil stark nachgefragt"
Seit Anfang August 2015 ist das ASG-Wertstoff-Mobil an drei Tagen in der Woche in Wesel, Hamminkeln und Schermbeck unterwegs. FOTO: Malz
Wesel/Hamminkeln/Schermbeck. Städtischer Betrieb zieht nach einem Jahr positive Bilanz des bis Ende 2016 geplanten Probelaufs. Der kostenlose Abholservice soll, wenn möglich, dauerhaft angeboten werden. Interesse signalisieren auch Hünxe und Voerde. Von Klaus Nikolei

Vor fast genau einem Jahr ist das Wertstoff-Mobil des städtischen Betriebs ASG zum ersten Mal bei Weseler Bürgern vorgefahren, um beispielsweise sperrige und hochwertige Kunststoffteile, alte Elektrogeräte, Metalle und Altkleider kostenfrei abzuholen. Damals, beim Start des vom Kreis Wesel finanzierten 18-monatigen Probelaufes, an dem sich auch Hamminkeln und Schermbeck beteiligen, hatte ASG-Chef Ulrich Streich angekündigt, nach zwölf Monaten eine Bilanz zu ziehen. Und die fällt nun mehr als positiv aus.

"Wir haben seit August 2015 genau 1350 Haushalte aufgesucht und dort Wertstoffe abgeholt: 729 in Wesel, 427 in Hamminkeln und 196 in Schermbeck", sagt Streich auf Anfrage der RP. Bedeutet rein rechnerisch, dass zwischen zwölf und 16 (meist ältere) Bürger je Tausend Einwohner das Wertstoff-Mobil angefordert haben. Dass dieser Wert in Wesel etwas geringer ist, liegt nach Überzeugung von Streich daran, "dass wir ja hier einen Wertstoffhof haben, zu dem viele Bürger regelmäßig kommen und dann auch beispielsweise ihren alten Fernseher oder Kühlschrank entsorgen".

Apropos Kühlschrank: Der ASG-Chef verkündet nur zur gerne, dass mit dem Wertstoff-Mobil 19 Tonnen Kühlgeräte von zwei Mitarbeitern abgeholt wurden. "Das", so sagt Streich, "ist nicht wenig und ganz in unserem Sinne." Denn viele zum Sperrmüll angemeldete Kühlschränke seien früher gestohlen beziehungsweise von dreisten Schrotthändlern ausgeschlachtet worden. "Die Täter haben immer wieder versucht, die Kompressoren rauszureißen und dabei tonnenweise klimaschädliches FCKW freigesetzt."

In der September-Sitzung des Betriebsausschusses, in der Streich mehrere schriftlich gestellte Fragen der CDU zum Thema Wertstoff-Mobil beantworten wird, will der ASG-Chef der Politik vorschlagen, aus dem Pilotprojekt ein dauerhaftes Serviceangebot zu machen. Allerdings wird er bei seinem Vortrag nicht verschweigen, dass allein mit dem Verkauf der Wertstoffe die Kosten nicht gedeckt werden können. "Aber ohne die Erlöse, deren Höhe natürlich stark von der Marktlage abhängig ist, lägen wir in Wesel pro Einwohner bei mehr als 78 Cent", hat er ausgerechnet.

Übrigens haben mittlerweile auch die Gemeinde Hünxe und die Stadt Voerde Interesse am ASG-Wertstoff-Mobil signalisiert. Streich hätte nichts dagegen, sollten die politischen Gremien in den Nachbarkommunen der Sache zustimmen. "Unser Mobil ist bislang an drei Tagen in der Woche unterwegs. Wir hätten also die Möglichkeiten, auch an einem vierten und fünften Werktag zu fahren."

Kontakt: Wer Wertstoffe entsorgen möchte und Hilfe benötigt, kann sich in Wesel werktags unter folgender Rufnummer melden: 0281 163930; Hamminkelner Bürger melden sich zwecks Terminabsprache unter der Nummer 02852 88-171 beziehungsweise 88-271. Schermbecker wenden sich an die Abteilung Abfallentsorgung im Rathaus, die unter Telefon 02853 910321 von montags bis freitags erreichbar ist.

Quelle: RP
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