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Wesel
ASG will über Bestattungsformen aufklären

Wesel: ASG will über Bestattungsformen aufklären
Unter anderem um die verschiedenen Möglichkeiten, Verstorbene auf den Weseler Friedhöfen zu bestatten, geht es heute ab 16.30 Uhr im ASG-Betriebsausausschuss. FOTO: Ekkehart Malz
Wesel. Stele, Reihen- oder Rasengrab? Angehörige sind bei der Wahl einer Grabstätte oft überfordert und nicht gut informiert. Das soll sich ändern. Die Friedhofsverwaltung möchte mit Bestattern und Friedhofsgärtnern eine Broschüre erstellen. Von Klaus Nikolei

Es kommt immer wieder vor, dass Angehörige vor dem Schreibtisch von ASG-Mitarbeiter Thorsten Lacks stehen und dem Leiter der städtischen Friedhofsverwaltung ihr Leid klagen. Zum Beispiel bedauern sie zutiefst, dass sie auf den pflegeleichten Rasengräbern keine Blumen, Kränze oder Lichter abstellen dürfen. Das gleiche gilt übrigens auch für Stelengräber. "Die meisten Menschen wollen sich kümmern und Blumen niederlegen, um sich so zu trösten. Ihnen ist zum Zeitpunkt der Entscheidung, welche Bestattungsform sie wählen, nicht bewusst, welche Konsequenzen damit verbunden sind", sagt Thorsten Lacks im Gespräch mit der RP. So seien beispielsweise Angehörige entsetzt, wenn neben den Rasengräbern plötzlich Maulwurfshügel auftauchen.

Um die Bürger besser als bislang über alle Bestattungsmöglichkeiten zu informieren, denkt der städtische Betrieb ASG über die Herausgabe einer Informationsbroschüre nach. In ihr soll auch das Thema Dauergrabpflege eine wichtige Rolle spielen. An der Erarbeitung des Flyers sollen auch Friedhofsgärtner und Bestatter beteiligt werden.

Im Betriebsausschuss, der heute ab 16.30 Uhr beim ASG, Werner-von-Siemens-Straße 15, öffentlich tagt, kommt genau dieses Thema auf den Tisch. Dann wird voraussichtlich ASG-Chef Ulrich Streich auch Stellung beziehen zu einem Vorschlag der CDU. Die hatte der Verwaltung ein Bild von einem Urnenfeld in Duisburg zugeschickt, das mit städtischer Langzeitpflege angeboten wird. Für eine solche Variante gebe es auf den kommunalen Friedhöfen (siehe Infobox) nicht die nötigen Freiflächen, betont Lacks. Und dann gibt er einen kurzen Überblick über die verschiedenen Bestattungsmöglichkeiten in Wesel.

Die Urne mit der Asche eines Verstorbenen kann in einer Stele, unter einem Baum, auf einer Rasenfläche oder in einem normalen Reihen- oder Wahlgrab (mit Option auf Verlängerung der Ruhezeit, die normalerweise 25 Jahre beträgt) beigesetzt werden. Einen Friedwald gibt es nicht. Es gebe auch keine Anfragen, so Lacks.

Särge können in Reihen- und Wahlgräbern sowie auf Rasenflächen (meist mit Gedenkstein) in die Erde gelassen werden.

"Wir bieten Angehörigen auch an, zunächst ein zu pflegendes Grab anzumieten. Auf Wunsch kann dieses aber nach einer gewissen Zeit abgeräumt und mit Rasen eingesät werden." Weil diese Variante auch nicht allen Bestattern bekannt sei, so Lacks, sei die Erstellung der angedachten Infobroschüre so wichtig. Er bietet übrigens allen Interessenten an, mit ihm über ungewöhnliche Formen der Bestattung zu reden. "Wir sind auch gerne bereit, Bürgern zu zeigen, wie so eine Stele oder ein Rasengrab aussehen und was dort zulässig ist und was nicht." Denn nur so könnten Enttäuschungen vermieden werden.

Infos gibt es bei der Friedhofsverwaltung unter Tel. 0281 56761 (montags bis freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr). www.asgwesel.de.

Quelle: RP
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