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Wesel
Auesee: Parken teurer, Liegewiese dreckig

Wesel: Auesee: Parken teurer, Liegewiese dreckig
Der Kot der am Auesee lebenden Gänse sorgt bei Badegästen für Verärgerung. Weil die Tiere nicht verscheucht werden dürfen, helfen nur noch Badeschlappen. FOTO: Malz
Wesel. Gänsekot entlang des Strandes verärgert Badegäste. Und: Statt sieben kostet die Parkgebühr nun zehn Euro. Von Klaus Nikolei

RP-Leser Hans-Dieter Ebel aus Wesel ist ein echter Fan des Auesees. Umso mehr stört ihn der Gänsekot, mit dem große Teile der Liegewiesen übersät sind. Der Dreck müsse unbedingt entfernt werden, sagt Ebel. "Und ich kenne viele Leute, die meine Meinung teilen." Seine Bemühungen, in Gesprächen mit der Stadt eine Änderung der Situation zu bewirken, sind bislang fehlgeschlagen.

Unabhängig davon, dass es überaus schwierig sein dürfte, den Gänsekot flächendeckend zu beseitigen, sei jedem Auesee-Strandbad-Besucher wärmstens empfohlen, vor dem Betreten der Rasen- und Sandflächen Badeschlappen anzuziehen. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit nämlich ziemlich groß, mit dem unbeschuhten Fuß in Wildgänse-Hinterlassenschaften unterschiedlicher Konsistenzen zu treten. Wahrlich kein schöner Gedanke und sicherlich auch kein schönes Gefühl.

Zwar hat die Stadt Wesel in Zusammenarbeit mit der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Wesel im Frühjahr versucht, den Gänsen den Bereich Auesee-Strand madig zu machen. Doch hatte der Einsatz eines aus den Niederlanden angereisten Falkners letztlich nicht den gewünschten Effekt. "Wir dürfen die Gänse aber nicht aufscheuchen oder vertreiben, sondern ihnen nur ihren Futterplatz vergrämen. Und das passiert durch Greifvögel, die von Falknern über das Wasser geschickt werden", erklärt der zuständige Rathaus-Mitarbeiter Thorsten Hummel und versichert, dass man im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen alles getan habe.

Der Kot wird allerdings sicherlich nicht zur Folge haben, dass in den nächsten Tagen die Badegäste den beliebten See (Wassertemperatur gestern: von der DLRG gemessene 21,5 Grad Celsius) meiden. Denn bei Temperaturen von 35 Grad und mehr wird die Aue zweifelsohne von tausenden Besuchern angesteuert. Viele davon reisen aus dem Ruhrgebiet an. Die (Stammgäste) dürften sich wundern, dass sie in dieser Saison nicht mehr sieben, sondern bereits zehn Euro Parkgebühr zahlen müssen. Einen Preis, den Thorsten Hummel durchaus noch für vertretbar hält. "Man kann schließlich von morgens bis abends auf einem der gut 1000 Parkplätze am See oder auf einem der 300 Stellflächen am Stadion parken und muss ja auch nichts für den See zahlen", sagt er. Gleichwohl rät Hummel allen Weselern, besser mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß zu kommen.

Weil es schon seit Jahren an heißen Wochenenden immer wieder zu Verkehrsstörungen im Bereich der Aue kommt, wird das Sportamt in den nächsten Tagen zahlreiche Ordner einsetzen, die den Verkehr regeln sollen. Doch kann es vor allem am Samstag und Sonntag gut sein, dass gegen Mittag der Ansturm der motorisierten Badegäste aus dem Umland so groß sein wird, dass praktisch nichts mehr geht. "In einem solchen Fall werden wir mit der Polizei und dem Ordnungsamt Kontakt aufnehmen, die dann die Zufahrt ab der Reeser Landstraße sperren werden", sagt Thorsten Hummel. Entsprechende Vorgespräche würden mit Vertretern der beiden Behörden geführt.

Quelle: RP
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