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Hamminkeln
Aus für Förderschulpläne droht

Hamminkeln: Aus für Förderschulpläne droht
Was wird aus der Schule in Ringenberg? Die heutige Sitzung wird wohl anders ablaufen als von vielen bisher erwartet. FOTO: RP
Hamminkeln. Überraschungen für die heutige Einwohnerversammlung in Ringenberg: Dem Erziehungsverein fehlt die Zusage des Kreises Wesel. Bedeutet dies schon das Aus? Eine Wohnbebauung nahe der Autobahn rückt unterdessen näher.

Die sogenannte "Einwohnerunterrichtung" am Donnerstag um 18 Uhr im Ratssaal wird wohl unter anderen inhaltlichen Vorzeichen ablaufen als erwartet. Wie berichtet hat die politische Mehrheit die Veranstaltung durchgesetzt, nachdem sich der Heimatverein Ringenberg für Wohnbebauung anstelle der Schulnutzung durch den Neukirchener Erziehungsverein ausgesprochen hatte. Der Träger will in Ringenberg eine Förderschule für 60 Kinder und Jugendliche einrichten, das bestehende Gebäude auf eigene Kosten sanieren und dann dauerhaft mieten. Dafür ist aber die Zusage des Kreises Wesel als zuständige Behörde nötig, die in der bisherigen Diskussion als sicher galt - so auch im letzten Bauausschuss. Nach Informationen unserer Redaktion gibt es vom Kreis derzeit keine Zustimmung für eine Ringenberger Dependance des Vereins, der schon Träger zweier privater, staatlich genehmigter Ersatzschulen im Bereich Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung ist. Damit kippt eine Finanzierung. An anderer Stelle in Ringenberg, dem Bereich Schülle Morgen in Autobahnnähe, soll es hingegen Bewegung geben. Hier sollen sich entgegen bisherigem Stand neue Gespräche im Sinn einer Wohnbebauung im Dorf entwickelt haben. Die Dreiecksfläche ist eine umsetzbare Möglichkeit für Wohnbebauung, die im Bauausschuss noch als nicht realisierbar galt.

Damit würde die heutige Versammlung möglicherweise einen Dreh in Richtung der vom Heimatverein geforderten Bebaung bekommen. Im Dorf gibt es zwar vereinzelte ausgewiesene Bauflächen, diese stehen aber nicht zur Verfügung. Wird die leere Grundschule zuim Baugebiet bleibt die Frage nach dem finanziellen Risiko der Stadt bestehen. Investoren würden nach bisheriger Darstellung weniger bezahlen als durch die Vermietung an den Erziehungsverein hereinkäme, und der Abschreibungsbedarf für die Stadt wäre erheblich. Zudem geht es um die Zukunft der Turnhalle, die derzeit vom SV Ringenberg genutzt wird.

(thh)
 
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