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Wesel
Aus RWE wird jetzt auch in Wesel Innogy

Wesel: Aus RWE wird jetzt auch in Wesel Innogy
Innogy-Vorstandsmitglied Hildegard Müller vor dem Weseler RWE-Laden am Rathaus, der in den nächsten Wochen zum Innogy-Energieladen wird. FOTO: Nikolei
Wesel. Die frühere Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin, Hildegard Müller, war gestern Abend Gast der offenen SPD-Fraktionssitzung. Und zwar als Vorstand der RWE-Tochter Innogy Netz und Infrastruktur. Von Klaus Nikolei

Es war wohl in erster Linie die Hitze, die dazu geführt hat, dass gestern Abend lediglich acht Interessenten auf den Besucherplätzen im angenehm kühlen Ratssaal Platz genommen haben. Denn eigentlich hätte die Gastrednerin der öffentlichen SPD-Fraktionssitzung mehr insgesamt 43 Zuhörer verdient gehabt. Hildegard Müller, ehemalige Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin (2005 bis 2008) und langjährige Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), kam als Innogy-Vorstand für Netz und Infrastruktur nach Wesel. Innogy, das sei an dieser Steller erklärt, ist der Bereich des Energieriesen RWE, der sich um das Thema erneuerbare Energien kümmert, Stromnetze im In- und Ausland betreibt, für den Vertrieb zuständig ist und der durch den Börsengang 2016 mittlerweile mehr Wert ist, als die Konzernmutter. Die hält 77 Prozent der Innogy-Anteile.

Zwar ist in Wesel vielfach noch immer von RWE die Rede, doch soll sich das in nächster Zukunft ändern. Schon in wenigen Wochen, so kündigte Hildegard Müller an, werde der RWE-Energieladen am Rathaus zum Innogy-Energieladen. Und über kurz oder lang wird auch das RWE-Logo am Westnetz-Regionalzentrum Niederrhein (Reeser Landstraße) gegen das Innogy-Logo ausgetauscht. Das Gleiche gilt wohl auch fürs RWE-Stadion in der Aue. Was bleiben soll, sind die über Jahrzehnte gewachsenen guten Beziehungen zwischen der Stadt und RWE beziehungsweise jetzt als dessen Nachfolgerin Innogy. "Für uns ist wichtig, dass der Standort und damit auch viele Arbeits- und Ausbildungsplätze in Wesel erhalten bleiben", sagte Bürgermeisterin Ulrike Westkamp.

Mehrfach betonte Hildegard Müller, dass das Ziel der Politik bekanntlich die Lieferung von Strom aus "100 Prozent erneuerbaren Energien" sei. Um aber auch alle Reservekraftwerke abschalten zu können, müsste deutlich mehr Strom aus Sonnen- und Windenergie gespeichert werden. "Ohne entsprechende Speicherkapazitäten wird es aber nicht gehen", so Müller. Ganze Forschungsteams seien deshalb mit diesem Thema beauftragt. Dass die Zukunft "elektrisch sein wird", daran hat sie keine Zweifel.

Hildegard Müller war es gestern Abend auch wichtig zu betonen, dass das Thema Reduzierung des CO2-Ausstoßes auch in den Bereichen Verkehr und Wohnen weiter an Bedeutung gewinnen müsse, "weil die Energiewende sonst nur eine Stromwende ist".

Quelle: RP
 
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