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Schermbeck
Ausschuss: Wohnhaus-Anbau kann kommen

Schermbeck. Der geplante Anbau an ein Wohnhaus in der Kardinal-von-Galen-Straße entpuppte sich in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am Dienstag zu einer Grundsatzdiskussion, bei der am Ende die Politiker mehrheitlich der Auffassung der Verwaltung widersprachen, so dass der Antragsteller seinen Anbau errichten kann. Die Kardinal-von-Galen-Straße liegt nicht in einem Baugebiet, sondern in einem Ortsteil, der im Zusammenhang bebaut ist und daher nach dem Paragrafen 34 des Baugesetzbuches beurteilt wird. Danach sind bauliche Maßnahmen nur dann zulässig, wenn sie sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt.

Nach Auffassung der Gemeindeverwaltung erfüllt der geplante Anbau diese Voraussetzungen nicht. Außerdem, so Bauamtsleiter Gerd Abelt, sei zu befürchten, dass auch die Nachbarn ähnliche oder noch größere Anbauten realisieren möchten. Rückendeckung bekam die Verwaltung durch den Ausschussvorsitzenden Rainer Gardemann (CDU), der auf Beeinträchtigungen der Nachbarn durch Anbauten an anderen Stellen in der Straße verwies. Jürgen Trick (Grüne) befürchtet eine Entwertung der Häuser durch eine zu dichte Bebauung.

Johannes Brilo (CDU) plädierte für eine nachträgliche Verdichtung der Bebauung auf relativ großen Grundstücken. Stefan Steinkühler (SPD) verwies ebenso wie Klaus Roth (BfB) auf die demografische Entwicklung und die mit dem Ausbau verbundene Möglichkeit, dass Eltern und Kinder nah zusammenwohnen können.

(hs)
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