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Wesel
Auto Becher investiert eine Million Euro

Wesel. Zur Sicherung des Standortes Im Buttendicksfeld und der gut 120 Arbeitsplätze in Wesel und Hamminkeln errichtet das Autohaus Becher für seine Marke Audi unter anderem einen neuen Schau-Raum. Vier zusätzliche Stellen geschaffen. Von Klaus Nikolei

Nein, sagen Birgit und Jörg Möllenbeck übereinstimmend, "nein, gezwungen hat uns Audi natürlich nicht zu dieser Investition. Aber uns ist klar, dass man etwas tun muss, um nicht den Anschluss zu verpassen." Und weil dem Becher-Geschäftsführerehepaar klar ist, dass Stillstand über kurz oder lang ein Rückschritt bedeutet, entsteht in den nächsten vier Monaten am Standort Im Buttendicksfeld für knapp eine Million Euro ein hochmoderner Anbau an den bestehenden Audi-Hangar. "Natürlich immer in Abstimmung mit der Konzernzentrale in Ingolstadt", betont Jörg Möllenbeck.

In dem lichtdurchfluteten Ausstellungsraum sind bereits die alten Fliesen herausgebrochen worden. Die Lampen sollen noch gegen solche mit LED-Technik ausgetauscht. "Es wird so sein, dass überall die gleichen anthrazitfarbenen Platten verlegt beziehungsweise im Service- und Verkaufsbereich ein Boden in Holzoptik verlegt wird", sagt die Geschäftsführerin. Wie die Bodenbeläge, so ist auch das Design der Möbel mit Audi abgesprochen.

In dem Neubau werden auch neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Möllenbecks haben bereits jetzt einen Serviceberater, eine Serviceberater-Assistentin, einen Juniorverkäufer und einen Servicetechniker eingestellt, so dass mittlerweile an den beiden Becher-Standorten Wesel und Hamminkeln gut 120 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Angesprochen auf die Besonderheiten des Anbaus, fallen Jörg Möllenbeck zwei Dinge sofort ein: "Erstens wird es drei Stromladesäulen geben, weil die Zahl der Hybridfahrzeuge und der Elektroautos stetig steigen wird. Und zweitens werden wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, ihr Wunschfahrzeug am Computer zusammenzustellen." Das soll dann in der Praxis so aussehen, dass man auf einem Großbildschirm den Wagen seiner Träume sofort sehen kann. "Wir können Daten wie Farbe, Ausstattung und Felgen in das System eingeben und auf dem Bildschirm erscheint dann das nach eigenen Wünschen zusammengestellte Fahrzeug", sagt Vertriebsleiter Klaus Meckelholt. Und demnächst es auch die Möglichkeit geben, mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen eine erste imaginäre Probefahrt zu machen.

Dass sich diese Investition langfristig auszahlen wird, daran hat man bei Becher keine Zweifel. "Zumal wir von der Konsumfreudigkeit unserer Kunden profitieren", sagt Birgit Möllenbeck. Natürlich seien 70 bis 80 Prozent aller gut 2500 jährlich verkauften Fahrzeuge Firmenwagen. Aber verstärkt würden sich auch Privatleute durch günstige Finanzierungsangebote und Rundum-sorglos-Pakete für den Kauf von hochwertigen Fahrzeugen entscheiden.

Quelle: RP
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