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Wesel
Azahar-Ensemble im Bühnenhaus

Wesel. "Azahar" - das ist der aus dem Arabischen stammende Name der weißen, aromatisch duftenden fünfblättrigen Blüten des Orangenbaums. Diesen klangvollen Namen hat sich das Bläserquintett gegeben, das am Freitag, 10. November, im Bühnenhaus gastiert. Ab 20 Uhr präsentieren die fünf jungen Musiker Werke von Anton Reicha, György Ligeti, Wolfgang Amadeus Mozart und Carl Nielsen.

Frederic Sánchez Muñoz (Flöte), Maria Alba Carmona Tobella (Oboe), Gonzalo Esteban Francisco (Klarinette), Antonio Lagares Abeal (Horn) und María José García Zamora (Fagott) waren Mitglieder des spanischen Nationalen Jugendorchesters Jonde, bevor sie 2010 ihr Bläserquintett gründeten.

Seinem Freunde Chevalier de la Combe, Oberst der Artillerie, widmete der Pariser Komponist Anton Reicha 1818 sein Opus 91, sechs Quintette für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott. Es war die zweite Serie von sechs Reichaschen Bläserquintetten, die im damaligen Musikleben als absolute Neuheit empfunden wurden. Das Reizvolle dieser Stücke liegt darin, dass sie sich kompositorisch auf dem Niveau des klassischen Streichquartetts bewegen, vergleichbar etwa mit frühem Beethoven oder mittlerem Haydn, dafür aber die viel heikleren Bläserklangfarben benutzen.

Carl Nielsen, den man aufgrund seiner sinfonischen Musik den "dänischen Strauss" genannt hat, schrieb nur ein einziges bedeutendes Kammermusikwerk für Bläser: das Quintett, op. 43. Charakteristische Merkmale von Nielsens Musik werden in dem Werk deutlich: das Bekenntnis zur Einfachheit, wie es sich in den volksliedartigen Themen niederschlägt, die Liebe zum Tanz, die Nielsen schon als Kind an der Seite seines Vaters beim Musizieren auf ländlichen Festen entdeckt hatte; schließlich seine Fähigkeit zur Charakterisierung von Instrumenten und Musikern.

Wolfgang Amadeus Mozart schrieb das Andante KV 608 ursprünglich "für eine Walze in eine kleine Orgel". Dieses Stück ist ein zauberhaftes Intermezzo im Umkreis der Zauberflöte. Die Zuhörer müssen sich dazu nur in die Kuriositäten eines Wachsfigurenkabinetts der Mozartzeit versetzen.

Karten (zwölf bis 18 Euro) sind im Vorverkauf an der Theaterkasse im Centrum, Ritterstraße 12-14, oder an der Abendkasse erhältlich.

Quelle: RP
 
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