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Wesel
Bäder GmbH beruhigt Freibad-Nachbarn

Wesel: Bäder GmbH beruhigt Freibad-Nachbarn
Herr Huang (38), der seit 2008 das asiatische Spezialitätenrestaurant Dynasty am Rheinbad führt, bleibt nach einem Gespräch mit der Bäder GmbH wegen der Kombibad-Pläne gelassen. "Wir haben noch einen Pachtvertrag über acht Jahre. Bei uns wird sich in den nächsten Jahren nichts ändern", sagt er. FOTO: Ekkehart Malz
Wesel. Zwar ist mittlerweile eine Ausgleichsfläche gefunden, die für die Realisierung des Projektes Kombibad am Rhein nötig ist. Doch müssen nun zahlreiche Fragen geklärt werden. Beispielsweise nach den Standorten der Anbauten. Von Klaus Nikolei

Gestern Vormittag musste Wesels Bäder-Betriebsleiter Martin Burgers zahlreiche Telefonate mit seinen mehr oder weniger beunruhigten "Nachbarn" vom Rheinbad führen. Denn erst aus der Zeitung hatten die Betreiber des Biergartens, des asiatischen Restaurants, des Minigolfplatzes und des Wohnmobil-Stellplatzes erfahren, dass die Politik die Voraussetzungen schaffen will, das Freibad von der Bäder GmbH um einen oder mehrere Anbauten (Hallenbad, Sauna etc.) erweitern zu lassen. "Damit steht allerdings überhaupt noch nicht fest, wie die Verbindung zwischen den Anbauten und dem Freibad aussehen könnte. Das muss alles erst entwickelt und geprüft und von der Politik abgesegnet werden", sagte Burgers gestern im Gespräch mit der RP. "Das ist eine gute Nachricht", freute sich unter anderem Herr Huang, der Chef des Restaurants Dynasty, das über eine Terrasse mit Blick auf Freibad und Rhein verfügt. Der 38-Jährige war nämlich schon von Gästen angesprochen worden. "Wir haben hier noch einen Vertrag über acht Jahre. Bei uns wird sich in den nächsten Jahren nichts ändern", erklärte er nach dem Gespräch mit dem Bäder-Chef.

Martin Burgers ist froh, dass, wie berichtet, die Bezirksregierung in Düsseldorf ihr Okay für eine Ersatz-Überflutungsfläche am Rhein (Kirmesplatz) gegeben hat. Denn nun kann die Politik zunächst im Haupt- und Finanzausschuss und dann im Rat der Bäder GmbH den Auftrag erteilen, die Voraussetzung für ein Kombibad zu schaffen. Wobei Burgers äußert wichtig ist zu betonen, dass man am Rhein "kein Kombibad bauen wird. Denn es gibt ja schon das Freibad. Mit Anbauten wie einem Hallenbad und einer Sauna, die aus Betreibersicht wünschenswert wäre, könnte man dann ein Kombibad betreiben." Wie das Hallenbad, dessen exakte Ideal-Standort demnächst mit Hilfe von Experten eines Projektbüros gefunden werden soll, aussehen könnte, dazu will Burgers noch keine Angaben machen. "Wir müssen, wenn wir den Auftrag der Politik erhalten, eine Bedarfsanalyse starten, um zu sehen, was überhaupt benötigt wird."

Ohne der Analyse vorgreifen zu wollen, dürfte feststehen, dass das Kombibad nicht nur über Sportbecken (für Vereine und Schulen), sondern auch über Bereiche rund um die Themen Spiel, Spaß und Wellness verfügen muss, um auch für Besucher aus dem Umland attraktiv zu sein. Das sieht auch Bürgermeisterin Ulrike Westkamp so. Im RP-Gespräch sagte sie gestern: "Da werden jetzt grundsätzliche Entscheidungen für Jahrzehnte getroffen. Es muss geschaut werden, was zeitgemäß ist und Qualität hat." Dass die ganze Sache am Ende auch finanzierbar sein muss, versteht sich von selbst.

Vier bis fünf Jahre wird es sicher dauern, bis alles fertig ist. Stellt sich die Frage, ob das marode Heubergbad so lange geöffnet bleiben kann. Denn schon schauen Experten alle sechs Monate vorbei und entscheiden, was getan werden muss, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, ohne Millionen zu investieren. Im schlimmsten Fall, das bestätigt auch Martin Burgers, "wäre das Heubergbad einige Zeit geschlossen, bevor das Kombibad an den Start gehen kann".

Quelle: RP
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