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Niederrhein
Bahnhofsvorplatz Duisburg - mehr als nur grauer Beton

Niederrhein. Im April haben die Bauarbeiten vor dem Duisburger Hauptbahnhof begonnen. Erste große Fortschritte sind schon zu erkennen. Von Jan Luhrenberg

Mit ein wenig Fantasie sei zu erkennen, was hier passieren soll, sagte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link beim offiziellen Spatenstich auf der Bahnhofsplatte. Mehr als ein halbes Jahr später ist schon deutlicher zu erkennen, wie sich der Platz vor dem Hauptbahnhof verändert. Momentan müssen sich vor allem auch die Fußgänger noch gedulden, bis der Hauptbahnhof nicht mehr nur über schmale Wege zugänglich ist. Besonders der Straßenübergang in Richtung Königstraße besteht eher aus Geröll anstatt aus Asphalt. Ein weiterer Weg, der direkt an den Mauern des Bahnhofs und an der Lucky-Bike-World vorbeiführt, ist ebenfalls vorhanden und etwas bequemer zu betreten. Der Rest des riesigen Areals, das sich vom Ausgang des Gebäudes auf der rechten Seite vor dem Bahnhof befindet, ist abgesperrt und unzugänglich.

In diesem Bereich der Baustelle ist aber zu erkennen, was hier entstehen soll. Die Bauarbeiter haben begonnen, einen Teil des Abschnitts künstlich zu erhöhen und zu begradigen. Teilweise liegen auch schon die grauen und weißen Asphaltsteine, die in Zukunft die Schritte von Tausenden Pendlern aushalten sollen. Treppenstufen, die demnächst auf die Erhöhung führen sollen, sind auch schon installiert. Der Bereich, der sich unmittelbar vor den Eingangstüren des Hauptbahnhofs befindet, ist nahezu fertiggestellt. Hier sind die weiß-grauen Pflastersteine schon weiträumig verlegt worden. Der Zugang zu den Gleisen ist folglich für Pendler, die aus Innenstadtnähe kommen, deutlich erleichtert. Direkt angrenzend befindet sich eine neue Autoeinfahrt, die für Taxen und Kurzparker angelegt wurde. Diese führt zu den geplanten "Kiss & Ride"-Parkplätzen. Dort, an der nördlichen Seite des Haupteingangs, können neben Kurzparkern und circa 20 Taxen auch Behinderte einen Parkplatz finden. Die Ausfahrt dieser Parkplatzanlage befindet sich in naher Distanz zur Bundespolizeibehörde beziehungsweise an der Straße Zum Portsmouthplatz.

Auch auf der anderen Straßenseite laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Eine neue Straßenführung wird angelegt, die den Verkehr auf der Mercatorstraße um den Hauptbahnhof herumleiten soll und dabei die neue Touristeninformation passiert.

Momentan werden die Straßenränder aufgestellt, die in einer weiteren Bauphase mit Asphalt gefüllt werden. Schon seit Beginn der Baustelle war dazu eine andere Verkehrsführung nötig. Autofahrer müssen sich auch jetzt noch auf Einschränkungen und Behinderungen einstellen.

Ab der Kreuzung Mercatorstraße und Friedrich-Wilhelm-Straße ist die Mercatorstraße nur für den Linienverkehr und für Taxen freigegeben. Alle anderen Autofahrer drängen sich auf der Kreuzung, und es kommt häufig zu einem Verkehrs-Chaos. Dieses wird noch durch weitere Ampelanlagen in naher Umgebung zur besagten Kreuzung verschlimmert.

Bei Baubeginn kündigte der Bürgermeister an, dass voraussichtlich im Herbst 2017 "ein neues Stück Duisburg-Mitte" entstanden sein wird. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 6,7 Millionen Euro, wovon 80 Prozent das Land übernimmt.

Ist die Baustelle abgewickelt, finden neben überdachten Fahrradparkplätzen auch die 21 Kübel mit den Magnolien für die Loveparade-Opfern auf dem Vorplatz ihren Platz.

Vor dem Eingang des Bahnhofes soll in Richtung Friedrich-Wilhelm-Straße eine repräsentative Fläche entstehen, nördlich davon wird eine große Freifläche bis zur Königstraße mit einer 90 Meter langen Bank, einem Linearbrunnen und Mercatorstühlen (wie sie früher am König-Heinrich-Platz standen) angelegt.

Quelle: RP
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