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Schermbeck
Banker: Gemeinde braucht Bauland

Schermbeck: Banker: Gemeinde braucht Bauland
Dicht besiedelt: ein Luftbild von Schermbeck. Die Volksbank sieht Bedarf für weiteres Bauland. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Bei ihrer Mitgliederversammlung plädierte die Volksbank an Bürgermeister Rexforth, sich für Bauflächen einzusetzen.

"Alles in allem sieht es gut aus in unseren Büchern, unsere, Ihre Volksbank steht kerngesund und fit für die Zukunft da", fasste Volksbank-Vorstandsmitglied Norbert Scholtholt am Dienstag im Rahmen der Vertreterversammlung im Begegnungszentrum die wirtschaftliche Situation der Schermbecker Genossenschaftsbank zusammen. Eine der Erkenntnisse: Rainer Schwarz berichtete über 245 Immobilienfinanzierungen mit einem Finanzierungsvolumen von rund 37 Millionen Euro, über 45 vermittelte Häuser, Grundstücke und Wohnungen vor Ort und mahnte im Beisein von Bürgermeister Mike Rexforth: "Wir benötigen dringend zusätzliches Bauland, sowohl für die private als auch für die gewerbliche Nutzung."

Scholtholt stellte mit seinem Vorstandskollegen Rainer Schwarz die Entwicklung der Volksbank während des vergangenen Geschäftsjahres vor. Er sieht drei Gründe für die gute Geschäftssituation: "Insgesamt haben wir 53 Millionen Euro neue Kredite an unsere Kunden vergeben." Dieses Geld, das über Kredite in die heimische Wirtschaft und die Immobilienpläne der Menschen vor Ort investiert werde, komme tatsächlich zu allererst aus der Region. Knapp 430 Millionen Euro Anlagevolumen haben die Privatkunden über ihre Sparpläne, Sparbücher, Aktien, Anlagekonten, Versicherungen und Investmentfonds bei der Volksbank und deren Partner angelegt. Das sind rund 6,4 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das Gesamtkundenvolumen konnte gegenüber dem Vorjahr von 876 auf 901 Millionen Euro ausgeweitet werden "Wir haben unsere Ausgaben fest im Griff", nannte Scholtholt den dritten Grund. Eine weitere positive Erkenntnis: Die Zahl der Mitglieder stieg von 10.854 auf 11.063. Mehr als zwei Drittel der Kunden sind also auch gleichzeitig Miteigentümer der Volksbank.

"Wir haben für unser Haus entschieden, unsere Negativzinsen nicht an unsere Sparer weiterzugeben", sagte Schwarz, fügte aber hinzu: "Ein dauerhaftes Festhalten an unserer Strategie ist für uns aber nur dann möglich, wenn wir unseren erfolgreichen Wachstumskurs im Kundengeschäft weiter fortsetzen können. Filialschließungen oder der Abbau von Mitarbeiterkapazitäten sind von uns nicht geplant", beruhigte Schwarz die 75 Mitarbeiter, deren Engagement er ausdrücklich lobte.

Als Vorsitzender des Aufsichtsrates bescheinigte Wolfgang Krähe: "Den Jahresabschluss 2016, den Lagebericht und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses haben wir geprüft und haben alles für richtig befunden." Die Versammlung fasste einstimmig den Beschluss, von dem Jahresüberschuss in Höhe von rund 1,456 Millionen Euro 500.000 Euro in die gesetzliche Rücklage einzustellen und 500.000 Euro in andere Ergebnisrücklagen. Außerdem wird eine sechsprozentige Dividende auf die eingezahlten Geschäftsguthaben gezahlt. Die Auszahlung soll am 28. Juni erfolgen.

(hs)
 
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