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Wesel
Bauverein: Romanski kontert Reuthers Kritik

Wesel. Nach den jüngsten Äußerungen des Weselers Bernd Reuther (FDP), der sich von einer Dienstreise für Hochtief nach Afrika mit Kritik an Vorstand Anett Leuchtmann zu den Vorgängen in der Bauverein Wesel AG gemeldet hatte, meldete sich nun auch Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski (SPD) mit einer Stellungnahme. Dabei legte Romanski Wert auf die Feststellung, dass er sein Schreiben "als Privatperson" verfasst hat.

Reuthers Kritik an der Lenkerin des städtisch kontrollierten Wohnungsunternehmens gehe an den Realitäten vorbei, teilte Romanski mit: "Neben der Tatsache, dass der Bauverein in Wesel für die Versorgung mit adäquatem Wohnraum viel Positives bewirkt hat, sollte man sich auch in Ruanda zunächst die Fakten ansehen." So habe es klare Gründe gegeben, warum bei Gründung der AG vinkulierte Namensaktien an die beteiligten Weseler Unternehmen herausgegeben worden seien. Romanski: "Dass die handelnden Organisationen die Aktien nicht verkauft, sondern mit Treuhandvertrag übertragen haben zeigt, dass zumindest in den betroffenen Häusern die Rechtslage klar war, nämlich dass ohne Zustimmung der Gesellschaft die Aktien nicht übertragen werden durften." Überdies sei es normal, dass es in Hauptversammlungen Fragen geben könne, die der Vorstand nicht direkt beantworten kann. Dafür werden laut Romanski in der Regel teure "Back-Offices" vorgehalten: "So könnte zum Beispiel niemand in dem Unternehmen, in dem Herr Reuther beschäftigt ist, auf die Schnelle beantworten, wie viel Wasserarmaturen in der Elbphilharmonie eingebaut sind."

Für den Ex-Hochtief-Manager Romanski bleibt am Ende die Frage der Teilnahme des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Linz, die jetzt offenkundig alle Parteien so stark beschäftige. Zu deren Klärung hätte es eines Investors aus Meerbusch nicht bedurft. Das hätte man, so Romanski weiter, von den Vertretern der Parteien, die im Aufsichtsrat des Bauvereins sitzen, hinterfragen können, denn dieser Umstand sei ja nicht erst seit der letzten Hauptversammlung bekannt. Eher müsse man sich Schluss fragen, warum der Meerbuscher bei den zu erwartenden Dividenden so ein "Rad dreht".

(fws)
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