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Wesel
Bauverein-Streit: SPD-Chef legt nach

Wesel. Vorstand Leuchtmann muss gehen. Ludger Hovest: "Forderungen maßlos."

Im Streit um die Vertragsverhandlungen mit dem Weseler Bauvereinsvorstand Anett Leuchtmann hat SPD-Fraktionschef Ludger Hovest gestern weitere Vorwürfe erhoben. Wie berichtet, wird das Vertragsverhältnis mit dem Vorstand des städtischen Tochterunternehmens nicht verlängert. Ende Juli endet der Vertrag.

Laut Hovest waren die Forderungen von Leuchtmann zu hoch - und die Empörung in der Bevölkerung sei groß. Dies habe er gestern gemerkt, als die SPD sich an einem Infostand in der City präsentierte. Weit mehr als die derzeitigen 160.000 Euro Gesamtbezüge sollen von Leuchtmann gefordert worden sein. Hovest sagt, er habe die jetzigen Bezüge mit denen von Bauvereinen aus vergleichbar großen Städten verglichen. Demnach läge Leuchtmann im Vergleich im oberen Drittel. "Die Forderungen waren maßlos und unverschämt." Leuchtmann selbst habe den Vertrag geschrieben, dort aber Bedingungen gestellt, die der Aufsichtsrat nicht habe mittragen können. Bei 120.000 Euro lag das Anfangsgehalt 2012, stieg dann jährlich um mehrere tausend Euro, diesmal wäre es aber rapide gestiegen. Hovest glaubt, dass Leuchtmanns Vorgehen dadurch motiviert sein könnte, dass in diesem Jahr das Problem der sogenannten kritischen Aktionäre im Bauverein beseitigt wurde. "Seit zwei Monaten sind diese Heuschrecken weg und nun erweckt Frau Leuchtmann den Eindruck, als hätte sie eine ähnliche Mentalität."

2018 stehen in Wesel die nächsten Vertragsverhandlungen an, etwa mit Friedrich-Wilhelm Häfemeier, Vorstandsvorsitzender der Niederrheinischen Sparkasse Rhein-Lippe. Für Stadtwerke-Geschäftsführer Franz Michelbrink muss ein Nachfolger ab 2020 gefunden werden.

(sep)
 
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