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Wesel
Bauvereins-Sitzungsgelder: WfW-Chef greift Linz (CDU) an

Wesel. Einst waren sie Parteifreunde, nun aber erbitterte Gegner: Thomas Moll, früheres CDU-Ratsmitglied und mittlerweile Chef der Fraktion Wir für Wesel (WfW), hat in einem Brief an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp CDU-Fraktionschef Jürgen Linz verbal angegriffen. In dem Schreiben fordert der WfW-Chef Linz auf, "zu unrecht kassierte Gelder" zurückzuzahlen. Damit meint Moll Gelder, die Linz als Aktionärsvertreter der Stadt für seine Teilnahme an Sitzungen des Bauvereins-Aufsichtsrates in den Jahren 2014 bis 2016 erhalten habe. "Dieses Verhalten macht einen sprachlos. Hier müssen jetzt Regelungen her, die ein künftiges Abkassieren in kommunalen Gremien verhindert. Wir werden einen entsprechenden Antrag stellen."

Linz, der gestern vom WfW-Brief erfahren hat, fühlt sich zu unrecht attackiert. Denn: "Zu keiner Zeit haben die Geschäftsführung oder Mitglieder des Aufsichtsrates Zweifel an der Rechtmäßgkeit gehabt oder erkennen lassen. Auch hatte ich von Anfang an darum gebeten, meine Aufwandsentschädigungen in den Jahresrechnungen zu veröffentlichen. Daher sind diese auch von Anfang an für jedermann ersichtlich in voller Höhe ausgewiesen worden." Linz kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ein Politikum inszeniert werde, um ihn - wieder einmal - zu diffamieren und um vom eigenen Versagen abzulenken. Und er schießt verbal zurück: "Die WfW soll sich um Sachthemen bemühen oder aber die längst fällige Mandatsrückgabe vollziehen!"

(kwn)
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