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Wesel
Begeisternder Abend mit Pohlmann beim Konzert im Park

Wesel: Begeisternder Abend mit Pohlmann beim Konzert im Park
"Ihr seid so ein fröhlicher Haufen, da habe ich einige Balladen aus dem Programm gestrichen." Ein gut gelaunter Künstler Pohlmann lieferte beim Konzert im Park in Wesel einen stimmungsreichen Auftritt. FOTO: Sebastian Latzel
Wesel. Der Musikabend der Lebenshilfe in Rees wurde von unserer Zeitung präsentiert. Von Julia Latzel

"Meinen größten Respekt für die Arbeit des Lebenshilfe-Teams. Der Abend heute ist etwas ganz Besonderes", eröffnete Ingo Pohlmann seinen Auftritt am Samstagabend bei der Veranstaltung Konzert im Park, die im Sinnesgarten der Lebenshilfe Rees-Groin stattfand. Das Konzert wurde von unserer Zeitung präsentiert. Dass viele Reeser darüber genauso denken wie Pohlmann, zeigten sie durch ihr zahlreiches Kommen.

Pohlmann selbst war extra aus Hamburg angereist und brach direkt das Eis, als er mitteilte, dass er als ursprünglicher Rheda-Wiedenbrücker fast den gleichen Akzent hat wie die Reeser: "Ihr hört euch an wie Helge Schneider, der auf 3sat ein Interview gibt."

Pohlmann, mit Spitznamen Bingo, performte seine Songs teils lässig im Sitzen auf einem bunt bemalten Hocker. Mit dabei hatte er einen Schlagzeuger und einen Bassisten. Mit letzterem trat er zum ersten Mal auf. Gemeinsam brachten sie das Publikum zurück in die Kindheit, indem Pohlmann an sein erstes Lagerfeuer "Im Wald nebenan" erinnerte. Er weihte das Publikum auch in seinen Werdegang ein: "Mein Vater wollte eigentlich, dass ich sein Geschäft übernehme und auch Baulöwe werde. Ich habe damals eine Doku über Eskimos gesehen und dabei ist mir ein Satz im Gedächtnis geblieben, den ich meinem Vater dann auch entgegnet habe: Wer in die Fußstapfen eines anderen Eskimos tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren." Anekdoten wie diese schafften es, dass die Zuschauer direkt Sympathie für Pohlmann entwickelten. Auch, dass er sich selbst nicht zu ernst nimmt, kam bei den Zuschauern gut an. So erzählte er eine Geschichte aus einem Urlaub in Bali, bei dem ein Taxifahrer wissen wollte, ob er einen Hit habe und ein paar Tage später ganz enttäuscht meinte "I met some german tourists - they don't know your song." Im Sinnesgarten war sein Hit "Wenn jetzt Sommer wär'" aber vielen bekannt. Auch die Bewohner und Mitarbeiter der Lebenshilfe hatten sich anscheinend sorgfältig auf den Auftritt vorbereitet und waren entsprechend textsicher. Sie sangen laut mit und tanzten vor der Bühne. Mit dabei auch Rheinkönigin Davina Möllenbeck, die selbst seit zehn Jahren in der Werkstatt der Lebenshilfe arbeitet. Das gefiel auch Pohlmann gut: "Ihr seid so ein fröhlicher Haufen, da habe ich einige Balladen aus dem Programm gestrichen."

Jasmin Tietze (links) spielte mit Band beim Konzert im Park derLebenshilfe. FOTO: Markus van Offern

Auch die Vorband kam bei den Zuschauern gut an. Die Weselerin Jasmin Tietze war mit ihrer Band angereist und meisterte die Aufgabe mit Bravour, die Stimmung im Park anzuheben. Die 24-Jährige präsentierte größtenteils eigene Songs, von denen viele auf Deutsch waren. Aber auch ein Coversong gehörte zu ihrem Programm: "Irgendwas" von Yvonne Catterfeld. Mit ihrem Song "When the music begins" brachte Jasmin genau das zum Ausdruck, wofür Konzert im Park steht: Menschen finden über ihre gemeinsame Leidenschaft für Musik zueinander. Auch Verena Birnbacher, Leiterin der Lebenshilfe Unterer Niederrhein, war sehr zufrieden mit dem Abend: "Der Vorverkauf ist in Rees immer etwas schwierig, da sich viele erst spontan entscheiden, ob sie kommen wollen und das vom Wetter abhängig machen. Wir waren aber trotzdem sehr zufrieden." Bewusst hatte sich das Organisationsteam dazu entschieden, nur zwei statt drei Bands zu engagieren. "Wir hatten in einem Jahr drei Bands, haben aber einfach gemerkt, dass es mit zwei Bands besser passt", erklärte Verena Birnbacher. "Besonders gefreut haben wir uns über Pohlmann. Der Kontakt war über das Haldern Pop-Team um Stefan Reichmann entstanden."

Quelle: RP
 
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