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Schermbeck
Belohnung für die kleinen Forscher

Schermbeck: Belohnung für die kleinen Forscher
Lea (links) und Mia sind zwei der kleinen Forscher der Kindertagesstätte "Hand in Hand". Auf dem Foto experimentieren sie mit Wasserfarbe. FOTO: Markus Weissenfels
Schermbeck. Die Kindertagesstätte "Hand in Hand" wurde vom Bundesbildungsministerium im Bereich Naturwissenschaften zertifiziert und darf sich jetzt zwei Jahre lang als "Haus der kleinen Forscher" bezeichnen. Von Helmut Scheffler

Als erster der sechs Schermbecker Kindergärten darf sich die evangelische integrative Kindertageseinrichtung "Hand in Hand" an der Erler Straße jetzt zwei Jahre lang als ein "Haus der kleinen Forscher" bezeichnen, und zwar als Belohung für das kontinuierliche Engagement für die Förderung früher Bildung im Bereich Naturwissenschaften.

Am Freitag wurden den Kindern und dem Erzieher-Team im Beisein des Bürgermeisters Mike Rexforth die entsprechende Urkunde und die Plakette von Dr. Wolfgang Kortmann im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung überreicht. Kortmann ist Mitarbeiter des Projektes "Zukunft durch Innovation" (zdi). Das zdi-Zentrum in Kamp-Lintfort ist seit 2012 Partner und damit ein lokales Netzwerk der Stiftung "Haus der kleinen Forscher".

Die beiden Kita-Mitarbeiter Benjamin Stein und Nicole Wischerhoff übernahmen nach einer entsprechenden Ausbildung die Heranführung der Kinder an naturwissenschaftliche Experimente. Anhand einer Bilder-Show hielt Benjamin Stein Rückschau auf die im Januar 2015 begonnene Arbeit mit den kleinen Natur-Detektiven im Bereich "Nachhaltigkeit und Natur, die Wissen schafft". Von Beginn an ging es um die Frage "Woher kommt der Müll und was fängt man damit an?" Im Verlauf der Monate wurde Müll im Wald gesammelt, ein Komposter gebaut, um aus Grünschnitt Erde werden zu lassen, eine Wasserreinigungsanlage gebaut, der Kamp-Lintforter Recycling-Hof besucht und ein Beitrag zum Schermbecker Umwelttag geleistet. Zum Schluss entstand auf dem Kita-Gelände unter Anleitung einer Architektin ein Müllhaus. Nach Beendigung des Projektes lag es nahe, sich für eine Zertifizierung als "Haus der kleinen Forscher" zu bewerben.

Kita-Leiterin Kirstin Oberst dankte der Volksbank und der Firma Gelsenwasser für die finanzielle Unterstützung, der Östricher Firma "Euroquarz" für die Bereitstellung von Sand und anderen Baumaterialien und Pfarrer Dieter Hofmann für die Unterstützung seitens der Georgsgemeinde als Träger der Kita "Hand in Hand". Viel Lob gab es für das zdi-Zentrum, in dessen Räumlichkeiten in Kamp-Lintfort mehrmals jährlich Fortbildungsveranstaltungen zu den Themenbereichen Licht, Farben, Magnetismus, Elektronik, Luft und Wasser angeboten wurden. Kirstin Oberst dankte auch der Naturerlebnisschule in Raesfeld, die Benjamin Stein eine Ausbildung ermöglichte.

Nach einem Umtrunk hatten die Besucher Gelegenheit, in den Gruppenräumen der "Delfine", "Pinguine" und "Bärenhöhle" den Kindern bei ihren physikalischen Experimenten über die Schultern zu schauen. Einige Kinder zeigten, wie man Seifenblasen erzeugen kann, aus Schokolade, Natron und Zitronensäure eine "Prickel-Schokolade" herstellen kann und wie man einen Vulkan aus Knete tätig werden lassen kann. An einem anderen Tisch wurden Farben gemischt oder Farbverläufe erzeugt. Eine weitere Kindergruppe ging der Frage nach, was passiert, wenn man Rotkohl mit Backpulver und Natron mischt. Erstaunliche Mischungseffekte konnten dort beobachtet werden, wo Essig und Spülmittel zusammengebracht wurden. Viel Spaß bereitete den Kindern eine Schminkaktion.

Für diejenigen "Sausewind-Kinder", die bald von der Kita zur Gemeinschaftsgrundschule wechseln, bahnt sich eine Fortsetzung ihrer bisherigen Forschungsarbeiten an, weil Kita und GGS eine Zusammenarbeit anstreben.

Quelle: RP
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