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Schermbeck
Bericht aus Sierra Leone

Schermbeck. Die GAGU-Zwergenhilfe hat ihr Hilfszentrum in dem westafrikanischen Land besucht. Von Helmut Scheffler

Nach ihrem dreiwöchigen Aufenthalt in Sierra Leone hatten Gudrun Gerwien und Dieter Schmitt, zwei Vorstandsmitglieder der GAGU-Zwergenhilfe, jede Menge Neuigkeiten vom Umfeld des "Home of hope" zu berichten, das von der Schermbecker Hilfsgruppe seit 2008 geplant, ausgebaut und erweitert wurde.

"Obwohl wir zweieinhalb Jahre lang nicht dort waren, fühlten wir uns gleich wie zu Hause", beschreibt Gudrun Gerwien die Wiederbegegnung mit den Bewohnern des "Home of hope" und mit vielen Menschen in der Nachbarschaft des Kinderheims.

Trotz Ebola-Epidemie ist der geplante Ausbau eines Ausbildungszentrums gut vorangekommen. Die Schermbecker haben die Ankunft ihres Containers miterlebt, den sie im Januar im Gewerbegebiet am Kapellenweg beluden. Türen, Fenster, Lampen und Elektrokabel werden für den Ausbau des Ausbildungszentrums benötigt. Auf einem 450 Quadratmeter großen Grundstück, das bereits 2013 erworben wurde, entsteht das Zentrum, in dem eine Schneiderei und eine Bäckerei untergebracht werden sollen. Hilfe zur Selbsthilfe ist die Zielsetzung des Ausbildungszentrums. Die dort beschäftigten Arbeiter aus der Umgebung des Kinderheims sollen in die Lage versetzt werden, ihre Familien mit ihrem Arbeitslohn ernähren zu können. Die Einweihung ist für Oktober oder November vorgesehen, wenn die Schermbecker wieder nach Sierra Leona fahren.

Nach Beendigung der Ebola-Epidemie hat sich das Leben wieder halbwegs normalisiert. Die Ausgehverbote wurden aufgehoben. Probleme bereiten die vielen Ebola-Waisenkinder. Sie werden von den Behörden auf der Straße eingesammelt und zu den Armensiedlungen außerhalb der Stadt gebracht. Mit einem neuen Projekt will die GAGU-Zwergenhilfe gegensteuern. Es sollen in bestehenden Dorfgemeinschaften Häuser gebaut werden, die an solche Familien vergeben werden, die bereit sind, zwei Ebola-Waisen aufzunehmen. Zur Finanzierung dieses Projektes trägt auch der Erlös einer Wette bei, die zwischen Bürgermeister Mike Rexforth und dem Verein abgeschlossen wurde (wir berichteten). Über die Wette hinaus hat der Bürgermeister gestern die Patenschaft für zwei Kinder übernommen, so dass die Zahl der Paten nun bei 39 liegt.

Quelle: RP
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