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Wesel
Beschwerde über Unkraut: Lineg reagiert in Büderich

Wesel. Hermann Norff aus Büderich ist überrascht. Positiv überrascht darüber, wie schnell die Linksniederrheinische Entwässerungs-Genossenschaft (Lineg) ihr Versprechen wahr gemacht hat, die Böschung entlang der Platanenallee an der Weseler Straße von Brennnesseln zu befreien. Denn genau das hatte er kürzlich moniert. "Jetzt warte ich nur noch darauf, dass auch der städtische Betrieb ASG Wort hält und, wie angekündigt, den Weg unter den Platanen mit Heißluft von Unkraut befreit", sagt Norff. Doch längst nicht jeder empfindet Unkraut als störend. Im Gegenteil. "Wir alle haben ein ausgeprägtes Bedürfnis nach 'Sauberkeit und Ordnung' in unseren Gärten, an Straßen, an Wegen und nicht genutzten Flächen entwickelt. Alles muss gemäht, kurz gehalten, sauber und ordentlich sein", meint beispielsweise Leserin Antonia Horstmann aus Wesel. Ihrer Überzeugung nach bleiben dabei "gerade die heimischen Vögel, die Wildkräutersamen auf ihrem Speiseplan haben, immer mehr auf der Strecke. Auch die heimischen Insekten und Schmetterlinge brauchen Nektarpflanzen, Wildkräuter und auch Brennnesseln für ihr Fortbestehen. Sie sind wieder auch Nahrung der Vögel." Deshalb bittet sie alle Mitbürger und die Verantwortlichen in den Behörden, "mit Vernunft und Sinn für Kompromisse an die Arbeit zu gehen. Ich meine damit, dass man nur dort die Wildkräuter abmähen und beseitigen sollte, wo sie beispielsweise die Sicherheit im Verkehr beeinträchtigen". An anderer Stelle sollte man etwas Unaufgeräumtes ruhig tolerieren. Aus ihrer Sicht könnte man sich in Gärten bemühen, die Pflanzenauswahl auch darauf auszurichten, dass Insekten Nahrung finden. Von Klaus Nikolei

"Ich denke, jeder sieht doch gerne den Spatzen zu und hört zu gern die Schwalben tschilpern. Das können wir aber nur, wenn die Vögel genügend Nahrung finden und Junge aufziehen können. Also, lasst die Wildkräuter ruhig mal ins Kraut schießen - unserer Umwelt zuliebe."

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Quelle: RP
 
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